EM.TV Für die Haffa Brüder wird die Luft immer dünner

Das Entertainment-Unternehmen gibt zu, dass es die Staatsanwaltschaft im Hause hat.

München - Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Mittwoch, dass die Staatsanwaltschaft am vergangenen Donnerstag in der Konzernzentrale gewesen sei und Unterlagen mitgenommen sowie einige Personen vernommen habe. Über den genauen Umfang der beschlagnahmten Papiere wollte sie allerdings keine Angaben machen. Sie bestätigte, dass Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft mit dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Haffa und einigen leitenden Angestellten gesprochen hätten.

Manfred Wick, Leiter der zuständigen Staatsanwaltschaft München, sagte auf Anfrage ebenfalls, dass am vergangenen Donnerstag eine Durchsuchung bei EM.TV durchgeführt worden sei. Über den Umfang der beschlagnahmten Unterlagen und die Liste der vernommenen Zeugen oder Beschuldigten wollte der Staatsanwalt zum derzeitigen Zeitpunkt der Ermittlungen keine Angaben machen.

Beim Verfahren wegen des "Verdachts auf Insiderhandel" gegen Vorstandsvorsitzenden Thomas Haffa, seinem Bruder Florian Haffa - ehemaliger Finanzvorstand - und weiteren Beschuldigten arbeite die Staatsanwaltschaft eng mit dem Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel (BAWe) zusammen, so Manfred Wick. Das BAWe hatte am vergangenen Freitag die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insiderhandel aufgenommen.

Der Kurs der EM.TV-Aktien setzten unterdessen an der Börse ihre Talfahrt weiter fort. Der Kurs des einstigen Anlegerlieblings sackte im Handelsverlauf auf ein neues Jahrestief von 5,25 Euro ab.