Wal-Mart Kassen klingelten nicht oft genug

Das Weihnachtsgeschäft lief für den weltgrößten Einzelhandelskonzern schlecht.

Wal-Mart Stores Inc. rechnet für den Dezember mit einem unerwartet niedrigen Umsatz in Kaufhäusern, die seit mindestens einem Jahr geöffnet sind.

Das US-Unternehmen teilte am Dienstag in New York mit, dass die Umsätze voraussichtlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben dürften, nachdem das Geschäft in der letzten Woche vor Weihnachten vom 16. bis 24. Dezember zunächst nur schleppend in Gang gekommen sei. Der 24. Dezember sei allerdings der zweitumsatzstärkste Tag des Jahres gewesen.

Wal-Mart hatte nach eigenen Angaben ursprünglich mit einem Umsatzanstieg von drei bis fünf Prozent für den Dezember gerechnet. Genaue Angaben über die Umsatzentwicklung machte Wal-Mart nicht.

Zwischen dem 24. November und dem 24. Dezember hätten sich die Umsätze auf vergleichbarer Ladenfläche insgesamt prozentual einstellig verbessert, teilte der Einzelhandelskonzern weiter mit.

J.P.-Morgan-Analystin Shari Schwartzman Eberts sagte, dass die Geschäftsbelebung bei Wal-Mart kurz vor Weihnachten nicht ausreiche, um die unter Plan liegenden Ergebnisse in den ersten drei Wochen der Saison wettzumachen.

Deshalb habe sie ihre Gewinnprognose für das vierte Quartal für Wal-Mart auf 45 Cents von 47 Cents gesenkt. Sie gehe zudem von einem Umsatzanstieg im Dezember von einem bis drei Prozent aus. Analysten prognostizieren im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von 46 Cents.

An der New Yorker Börse schloss der Aktienkurs von Wal-Mart 3,6 Prozent niedriger auf 50-5/8 Dollar.