Gebot nicht hoch genug Monsanto lehnt Bayer-Übernahmeangebot ab

Bayer bietet 62 Milliarden Dollar für Monsanto, das entspricht 122 Dollar je Aktie. Zu wenig, meint Monsanto

Bayer bietet 62 Milliarden Dollar für Monsanto, das entspricht 122 Dollar je Aktie. Zu wenig, meint Monsanto

Foto: AP, DPA

Die Führungsspitze des Agrarchemiekonzerns Monsanto lehnt das Gebot von Bayer ab. Die Offerte über umgerechnet rund 55 Milliarden Euro sei finanziell unzureichend, teilten die Amerikaner am Dienstag mit. Das Management habe sich einstimmig zur Ablehnung des Angebots entschieden, sei aber offen für konstruktive Gespräche.

Am Montag war bekanntgeworden, dass Bayer  den US-Konzern Monsanto für 62 Milliarden Dollar übernehmen will. Es wäre die bisher größte Übernahme eines deutschen Unternehmens.

Das Gebot je Monsanto-Aktie liegt dabei bei 122 Dollar. Experten hatten zuletzt bereits damit gerechnet, dass Monsanto mehr will. So rechnen die Analysten von Bernstein damit, dass die Amerikaner das Gebot auf mehr als 140 Dollar je Aktie steigern wollen und Bayer bis zu 135 Dollar bieten könnte. An der Börse löste die Nachricht über die mögliche Ablehnung des ersten Gebots nur noch vergleichsweise geringe Bewegungen aus.

Monsanto will mehr Geld

Die Bayer-Aktie reduzierte ihre Gewinne etwas, nachdem die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg vorab über die Ablehnung des Angebots berichteten. Zuletzt legte sie noch um rund 3 Prozent zu, nachdem sie am Montag nach Bekanntgabe des Interesses an Monsanto um fast 6 Prozent auf den tiefsten Stand seit 2013 abgesackt war. Das Papier von Monsanto legte zuletzt um rund 2 Prozent auf 108 Dollar zu.

Bayer-Chef Werner Baumann hatte am Montag für den Kauf geworben. Er zeigte sich von der industriellen Logik des Deals überzeugt und sprach von einer einzigartigen Gelegenheit.

la/ak/reuters/dpa
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