Steuern "Arbeitskosten schwere Hypothek"

Top-Entscheider loben Hans Eichel bei den Steuern. Bei den Arbeitskosten erteilen sie ihm schlechte Noten.

Düsseldorf - Bei einer Notenskala von eins (sehr gut) bis fünf (sehr schlecht) sei die Durchschnittsbewertung der Steuergesetzgebung von 3,8 im Oktober 1999 auf nun 3,3 gestiegen. Dies ergab eine Repräsentativ-Umfrage des "Handelsblatt" unter Führungskräften.

Hätten zuvor 71 Prozent die Steuerbedingungen mit "schlecht" oder "sehr schlecht" bewertet, seien es im Dezember 2000 nur noch 40 Prozent gewesen.

Die Arbeitskosten in Deutschland würden bei den Top-Entscheidern weiter als schwere Hypothek gelten. Die Durchschnittsnote habe sich hier nur geringfügig von 4,0 auf 3,9 verbessert.

Der Investitions- und Produktionsstandort Deutschland insgesamt werde in der aktuellen Umfrage unter 807 Führungskräften etwas günstiger als im Oktober 1999 eingeschätzt. Auf der Skala ergebe sich eine Durchschnittsbewertung von 2,9 zu 3,0 vor gut einem Jahr.

Unverändert positiv fielen dagegen die Urteile über die Qualifikation der Arbeitskräfte (2,4 im Dezember 2000 zu 2,2 im Oktober 1999) und Infrastruktur (2,3 zu 2,2) aus.