Deutsche Bank Übernahme von Varta perfekt

Das Geldinstitut hat über seine Tochter DB Investor Gopla den Batteriehersteller Varta übernommen. Das Traditionsunternehmen soll fit gemacht werden für die Zukunft.

Frankfurt/Main - Zu 89,7 Prozent ist Varta nun in der Hand der Deutschen Bank. Die DB Investor-Tochter Gopla Beteiligungsgesellschaft mbH habe mit ihrem Anfang November veröffentlichten Übernahmeangebot die Zielmarke von 90 Prozent nahezu getroffen, teilte die DB Investor am Donnerstag in Frankfurt mit.

Für die Zukunft des traditionsreichen Unternehmens in Hannover sei geplant, den Schwerpunkt von traditionellen Produkten auf innovative Märkte zu verlagern. Der Vorstandsvorsitzender von DB Investor, Axel C. Pfeil, sagte: "Die Wettbewerbssituation von Varta muss deutlich gestärkt werden. Wir werden alles daran setzen, die beiden Bereiche Auto- und Gerätebatterien in eine Spitzenposition zu führen."

Die Gopla hatte den Aktionären Anfang November ein Kaufangebot für das Varta-Papier angeboten, das mit 14,50 Euro um rund 40 Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen sechs Monate lag. Die Übernahme lief mit der Zustimmung von Varta.

Die Varta AG hatte früheren Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2000 bei Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt. Der Konzern erhöhte sein Ergebnis vor Steuern im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 1999 um 50 Prozent auf sechs Millionen Euro (11,76 Millionen Mark). Der Umsatz habe mit 515 Millionen Euro die Vorjahreswerte um zwölf Prozent übertroffen.