Gucci Luxus läuft

Mit dem Verkauf seiner Edel-Ware hat Vorstands-Chef Domenico De Sole alle Analysten-Erwartungen übertroffen. Der drittgrößte Luxusartikel-Hersteller setzt weiterhin auf Wachstum.

Amsterdam - Der Reingewinn habe von August bis Oktober auf 114 Millionen Dollar (rund 252 Millionen Mark) von 96 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum zugelegt. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnisrückgang auf 90,3 Millionen Dollar gerechnet, sagte De Sole am Donnerstag in Amsterdam.

Sein Unternehmen profitiere vom Wirtschaftswachstum in den USA. Auch in Asien würden Gucci-Täschchen und Sergio Rossi-Schuhe immer reißenderen Absatz finden, sagte der Konzernlenker.

Für 2001 erwartet Gucci ein anhaltendes Umsatz-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich in seinem Kerngeschäft. "Wir werden weiter nach Übernahmen Ausschau halten", sagte De Sole.

Dazu stehe ein Betrag von 2,5 Milliarden Dollar zur Verfügung. Um im Konkurrenzkampf gegen den französischen Wettbewerber LVMH zu bestehen, hatte Gucci zuletzt das französische Modehaus Yves Saint Laurent, den Luxus-Schuhersteller Sergio Rossi sowie die Schmuckfirma Boucheron übernommen.

In ihrer neuen Sparte Yves Saint Laurent Beaute rechnen die Italiener für das kommende Jahr mit einem Umsatzwachstum im "hohen einstelligen" Prozentbereich.