Metro Bonus für die Großbetriebe

Der größte deutsche Handelskonzern ist froh über die vorgesehene Abschaffung des Rabattgesetzes.

"Das ist positiv", sagte eine Metro-Sprecherin am Dienstag. Das Rabattgesetz stelle eine Marktregulierung dar, für die es heute keine sinnvolle Begründung mehr gebe.

In Zeiten der Globalisierung könnte eine solche Regelung zu Nachteilen führen. Metro würde neue Möglichkeiten gezielt nutzen, um auf Niedrigpreis-Strategien der Konkurrenz zu reagieren. Der Wettbewerb würde insgesamt lebendiger.

Die Metro AG hatte sich im September an der Betreiberfirma des Bonuspunkteprogramms Payback mit 25,1 Prozent beteiligt. Payback ist nach Firmenangaben das größte branchenübergreifende deutsche Bonusprogramm. Die Metro- Töchter real (SB-Warenhäuser/Lebensmittel) und Kaufhof hatten bereits bis Ende Juni 2,4 Millionen Payback-Karten verteilt.

Fachhandel fühlt sich benachteiligt

Unterdessen macht der deutsche Fachhandel seinem Unmut über die geplante Abschaffung des Rabattgesetzes Luft. Sie helfe nur den großen Konzernen. "Die mittelständischen Handelsunternehmen bleiben wieder auf der Strecke", sagte der Kölner Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Mittelständischer Fachverbände, Michael Bastian.

Der Wegfall des Gesetzes wirke wie ein Wirtschaftsförderprogramm für Großbetriebe und gefährde die Existenz zahlreicher Fachhändler in Deutschland. Außerdem werde die in Deutschland bisher beispielhafte Preisklarheit aufgeweicht.