Deutsche Bank Machtkampf über Zweiteilung

In dem Bankhaus ist ein Machtkampf um die Neustrukturierung der größten deutschen Geschäftsbank ausgebrochen.

Hamburg/Frankfurt/Main - Die Investmentbanker im Vorstand fordern, das Großkundengeschäft künftig von der Investmentbank betreuen zu lassen und alle anderen Kunden, vor allem mittelständische Unternehmen, von der Filialtochter Deutsche Bank 24.

Auch die übrigen Geschäftsbereiche sollten zwischen beiden Sparten aufgeteilt werden. Das berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf hochrangige Manager und Aufsichtsräte der Deutschen Bank AG in Frankfurt.

Für diese Zweiteilung machten sich Edson Mitchell, Michael Philipp und auch Josef Ackermann stark, der designierte Nachfolger von Vorstandschef Rolf Breuer.

Dagegen lehnten die Vertreter des klassischen Bankgeschäfts, allen voran Thessen von Heydebreck, die Teilungspläne ab. Sie wollten den Konzern als Einheit erhalten. Auch Breuer selbst sei gegen eine Aufspaltung des Geldinstituts.

Am Wochenende berieten Vorstand und zweite Führungsebene nach Angaben des "Spiegel" in Rom über eine mögliche Umorganisation. Im Januar befasse sich der Aufsichtsrat mit diesen Plänen.