Deutsche Bahn Will Eisenbahner-Wohnungen an Japaner verkaufen

Der japanische Finanzkonzern Nomura kauft einen Großteil der Bahn-Wohnungen.

Hamburg - Nomura soll sich für 64.000 der knapp 113.000 Wohnungen aus dem ehemaligen Besitz der Deutschen Bahn interessieren.

Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, beteiligt sich die Nomura-Tochter Principal Finance Group mit 54 Prozent an einer Bietergruppe, die 7,6 Milliarden Mark für die Liegenschaften zahlen will. Den Rest übernähmen zehn Landesentwicklungsgesellschaften (LEG) und das Immobilien-Unternehmen WCM.

Von dem Geld würden nach Abzug der Verbindlichkeiten 5,1 Milliarden Mark in die Kasse von Verkehrsminister Kurt Bodewig fließen, heißt es.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte erst im Sommer die Privatisierung der Eisenbahner-Wohnungen für rechtlich einwandfrei erklärt.

Der Hauptpersonalrat hatte den Verkaufsplan angefochten, weil er seiner Auffassung nach gegen die Verpflichtung verstößt, die Eisenbahn-Wohngesellschaften als betriebliche Sozialeinrichtungen fortzuführen.

Das Bundesverwaltungsgericht entschied dagegen, ein Verstoß gegen einschlägige Bestimmungen des Eisenbahnneuordnungsgesetzes liege nicht vor.