Postbank Standorte werden reduziert

Das Geldinstitut strukturiert sich um. Für 4000 Mitarbeiter ist kein Platz mehr.

Bonn - Die Deutsche Postbank AG einigte sich mit den Gewerkschaften auf die Reduzierung ihrer Standorte von 14 auf zehn und einen Abbau von Arbeitsplätzen bis 2004. Der Postbank Direkt-Service wird auf drei Standorte konzentriert, wie das Unternehmen am Montag in Bonn nach Verhandlungen mit der Deutschen Postgewerkschaft (DPG) und der Tarifgemeinschaft DPVKOM/CGPT mitteilte. Bis zum 31. Dezember 2004 soll auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.

Eingestellt wird der Postbank-Betrieb an den Standorten Essen, Karlsruhe, Ludwigshafen und Nürnberg. Als erster schließt zum 1. Juli 2001 Essen. Die übrigen drei folgen bis zum 31. Dezember 2002. Der Bestand der anderen zehn Standorte wird bis zum 31. Dezember 2004 garantiert. Der gesamte Personalbestand darf die Zahl von 7500 Arbeitsplätzen bis dahin nicht unterschreiten. Derzeit beschäftigt die Postbank 11.500 Mitarbeiter.

Der Direkt-Service, die Kunden-Hotline der Postbank, wird beginnend ab dem 1. Juli 2001 von derzeit elf Standorten auf die drei Arbeitsstätten in Stuttgart, Hannover und Dortmund konzentriert. Der Personalbestand reduziert sich damit von derzeit 1050 auf 750 Arbeitsplätze. Die Konzentration soll bis zum 31. Dezember 2001 abgeschlossen sein. Die beiden Call-Center des Direct-Brokers Postbank easytrade in Köln und Leipzig bleiben erhalten.

Die mit den Gewerkschaften vereinbarte Änderung der Organisation diene einer noch stärkeren Ausrichtung auf Märkte und Kunden, hieß es. Die Interessen der Beschäftigten sollten durch den Erhalt sicherer und attraktiver Arbeitsplätze gewahrt und alle Maßnahmen sozialverträglich umgesetzt werden. Die Mitarbeiter der vier schließenden Standorte sollen im Postbank-Konzern und der Post AG eingesetzt werden.

Der Postbank-Gesamtbetriebsrat hatte ursprünglich gefordert, den Ende dieses Jahres auslaufenden Kündigungsschutz der Postbank-Mitarbeiter bis Ende 2004 zu verlängern.