Philips Gemeinsam in die Röhre schauen

Der Konzern hat ein weiteres Joint Venture mit LG Electronics vereinbart. Es soll nicht das letzte sein.

Amsterdam/Seoul - Philips und LG Electronics kündigten an, ihr Fernsehröhren-Geschäft (CRT) zu bündeln. Die Vereinbarung über das neue niederländisch-südkoreanische Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Konzerne je 50 Prozent halten, wurde am Montag unterzeichnet.

Als Wertausgleich zahlen die Niederländer den Koreanern 1,1 Milliarden US-Dollar (2,5 Mlliarden Mark). Damit wird nach Angaben des designierten Philips-Chefs Gerard Kleisterlee der größeren CRT-Leistungsstärke von LG und den Zukunftserwartungen Rechnung getragen. Die Transaktion soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Das Gemeinschaftsunternehmen ist nach Kleisterlees Angaben in seinem Bereich von Beginn an weltweit Marktführer mit einem erwarteten Jahresumsatz von nahezu sechs Milliarden US-Dollar. Das Joint Venture soll 36.000 Mitarbeiter beschäftigen, davon 24.000 von Philips. Nach zwei Jahren rechnet Philips mit einem Synergie-Effekt von 200 bis 300 Millionen US-Dollar pro Jahr.

Schon ein funktionierendes Joint Venture

Philips hat bereits vor eineinhalb Jahren mit LG ein Gemeinschaftsunternehmen für Computermonitore - Active Matrix Liquid Crystal Display (AMLCD) - gebildet. Dieses gut funktionierende Joint Venture sei von der neuen Vereinbarung nicht betroffen.

Kleisterlee bestätigte, dass mit den Koreanern auch die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit bei Mobiltelefonen besprochen worden sei. Einzelheiten wollte er nicht nennen.

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