China-Angst lässt Börsen beben Schwarzer Freitag - Dax verliert 3 Prozent

Sorgen um Chinas Wirtschaft haben die Börsen weltweit beben lassen: Der Dax fuhr den größten Wochenverlust seit Jahren ein.
Von mm-newsdesk
Volatiler Handel am Freitag: Kurz vor Schluss fiel der Dax belastet von einer schwachen Wall Street unter den Eröffnungskurs

Volatiler Handel am Freitag: Kurz vor Schluss fiel der Dax belastet von einer schwachen Wall Street unter den Eröffnungskurs

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Der Dax  schloss rund 3 Prozent tiefer bei 10.125 Punkten. Damit hat der deutsche Leitindex in den vergangenen zehn Handelstagen rund 1.200 Punkte abgegeben. "Es war eine rabenschwarze Woche für Aktien", kommentierte Arthur Brunner von der ICF Bank.

Der MDax  verlor 2,7 Prozent auf 19.342 Punkte, der TecDax  büßte 3,6 Prozent ein und rauschte ab auf 1624,60 Zähler.

"Konjunktursorgen in China beherrschten das Geschehen", meldete Sabine Tillmann von der Hellwig Wertpapierhandelsbank. Im August schrumpfte die chinesische Industrie so stark wie seit sechseinhalb Jahren nicht. "Die Aktienmärkte verfallen in einen Panik-Modus, da das volle Ausmaß des Konjunkturabschwungs in China deutlicher wird", schrieb Angus Nicholson, Analyst beim Brokerhaus IG in einem Kommentar.

An der Wall Street notierte der Dow Jones zuletzt 2 Prozent im Minus bei 16.666 Zählern. Bereits am Donnerstag hatten die wichtigsten US-Aktienindizes mehr als 2 Prozent im Minus geschlossen.

Zu den größten Verlierern im Dax zählten Lufthansa  . Die Papiere sackten nach einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs um 5,5 Prozent ab.

Einzig die Papiere von Henkel  hielten sich knapp in der Gewinnzone.

Euro steigt, Öl fällt weiter

Der Euro  kletterte erstmals seit Mitte Juni über die Marke von 1,13 US-Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1311 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1281 (Donnerstag: 1,1183) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8865 (0,8942) Euro.

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Auch die Ölpreise sanken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete 46,23 US-Dollar. Das waren 39 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 25 Cent auf 41,07 Dollar

ts/la/dpa-afx/Reuters