US-Waffenschmiede Der letzte Schuss - Colt vor der Pleite

Colt 38er Stubsnase: In den USA hat man Spaß an solchen Sachen. Sollte Colt seine Schulden-Gnadenfrist bis Mitte Juni jedoch nicht nutzen, könnte Konkurrent Smith & Wesson zugreifen und den Waffenhersteller übernehmen

Colt 38er Stubsnase: In den USA hat man Spaß an solchen Sachen. Sollte Colt seine Schulden-Gnadenfrist bis Mitte Juni jedoch nicht nutzen, könnte Konkurrent Smith & Wesson zugreifen und den Waffenhersteller übernehmen

Foto: Getty Images
Ein Colt für alle Fälle: TV-Held Colt Seavers (Lee Majors) hatte stets ein paar Wunschverstärker im Kofferraum

Ein Colt für alle Fälle: TV-Held Colt Seavers (Lee Majors) hatte stets ein paar Wunschverstärker im Kofferraum

Foto: Cinetext

Die US-Traditionsfirma Colt könnte laut US-Medien in wenigen Tagen Pleite sein. Der 160 Jahre alte Waffenhersteller aus Hartford im US-Bundesstaat Connecticut stecke so tief in Geldnöten, dass er Mitte Mai eine Rechnung über 10,9 Millionen Dollar (9,6 Mio Euro) nicht habe bezahlen können, berichtete der Sender CNN am Mittwoch.

In einer Mitteilung an die Finanzaufsicht habe die Firma Zweifel über die weitere Geschäftsfähigkeit eingeräumt und einen Insolvenzantrag in Aussicht gestellt. Colt habe eine 30-tägige Gnadenfrist bis zum 14. Juni, um seine Schulden - Zinszahlungen an Anleihehalter - zu begleichen.

Dem Bericht nach hat das Unternehmen bereits eine Einigung über eine Umschuldung mit seiner Bank erzielt. Doch eine Gruppe von Investoren lehne das Angebot ab, weil sie keine Verluste hinnehmen wolle. Möglicherweise setzten diese Gläubiger darauf, in einem Insolvenzverfahren besser davonzukommen.

Dann könnten größere Rivalen wie Smith & Wesson oder Sturm Ruger zugreifen. Der Schuldenberg von Colt soll sich insgesamt auf gut 350 Millionen Dollar belaufen. Die Pistolen der Firma wurden über 80 Jahre lang von der US-Armee genutzt und wurden auch durch Einsätze in etlichen Hollywood-Filmen bekannt.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.