Software-Firma Apple kauft deutsches Start-up Metaio

Apple geht shoppen: Der Konzern hat die Münchener Firma Metaio gekauft, einen Software-Spezialisten.
Von mm-newsdesk
Für Volkswagen entwickelte Metaio-Software Marta: Virtuelle Bauanleitung für Autos

Für Volkswagen entwickelte Metaio-Software Marta: Virtuelle Bauanleitung für Autos

Foto: Volkswagen

Der Technologiekonzern Apple hat die in München ansässige Software-Firma Metaio gekauft. Das Unternehmen hat den Kauf des deutschen Start-ups bestätigt.

"Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen", kommentierte der Konzern die Übernahme. Über den Kaufpreis wurde bislang nichts bekannt.

Metaio hat sich auf den Bereich "Augmented Reality" ("AR") spezialisiert, also darauf, Ansichten der realen Welt mit digitalen Informationen zu verbinden. Dabei werden zum Beispiel zusätzliche Informationen zu Objekten auf dem Display eingeblendet, nachdem sie von einer Kamera erfasst worden sind.

In bisherigen Anwendungen von Metaio konnten Nutzer zum Beispiel auf dem Smartphone sehen, wie Möbelstücke in seiner Wohnung aussehen würden. So setzte Metaio beispielsweise Projekte für die Möbelhauskette Ikea um. Außerdem entwickelte Metaio eine Software für Volkswagen , eine AR-Bedienungsanleitung.

Auch Apples Rivalen arbeiten an Konzepten für Augmented Reality. Microsoft etwa stellte vor kurzem die Datenbrille HoloLense vor , mit der für einen Nutzer virtuelle Objekte eingeblendet werden können, die mit der realen Umgebung interagieren.

Apples Zukauf befeuert außerdem Spekulationen, nach denen der Konzern angeblich mit dem iCar ein eigenes Auto entwickelt . Die Gerüchte beförderte nun erneut Apple-Manager Jeff Williams. Nach künftigen Produktbereichen befragt, sagte er am Donnerstag: "Das Auto ist das ultimative Mobil-Gerät". Über das Zitat, das für viel Aufsehen in den US-Medien sorgt, schrieb unter anderem das "Wall Street Journal" .

Dem Bericht zufolge bezog sich Williams auf Nachfrage zunächst aber auf das Potenzial des Services "CarPlay", der es Fahrern ermöglichen soll, Apple-Anwendungen wie iTunes oder Siri direkt vom Touchscreen des Autos aus zu nutzen.

Kurz darauf kündigte General-Motors-Chefin Mary Barra an, CarPlay künftig in den meisten Chevrolet-Wagen integrieren zu wollen. Gleiches gelte für Googles Android Auto.

mmo/bos/dpa
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