Sonntag, 16. Juni 2019

Schneller Mobilfunk 4 Konzerne bieten für 5G-Frequenzen in Deutschland

5G Mobilfunk: Vier Konzerne wollen für die Frequenzen bieten

Die Frequenzversteigerung für den neuen Mobilfunkstandard 5G wird in der zweiten Märzhälfte beginnen. Dies teilte die Bundesnetzagentur am Freitag kurz nach Ende der Bewerbungsfrist für die Auktion mit. Es stehen Frequenzen im 2-Gigahertz-Band sowie im 3,6-Gigahertz-Band zur Zuteilung.

Um diese wollen Marktführer Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen, Vodafone, Telefonica Deutschland sowie erstmals die United-Internet-Tochter Drillisch bieten. Die Bonner Behörde erklärte, die Entscheidung über die Zulassung zügig treffen zu wollen. Sollte Drillisch an der Auktion teilnehmen können und dort den Zuschlag für nationale Frequenzen erhalten, gäbe es in Deutschland zum ersten Mal seit der E-Plus-Übernahme vor fünf Jahren wieder vier Netzbetreiber.

5G soll Daten mindestens 100 Mal schneller übertragen als die der aktuellen 4G-Netze und für sehr niedrige Reaktionszeiten sorgen. Zudem müssen keine Unterbrechungen während der Übertragung befürchtet werden. Das sind Bedingungen, wie sie für künftige Schlüsseltechnologien nötig sind - etwa das autonome Fahren, virtuelle Realität und Industrie 4.0.

Zukunftstechnologie für Wachstumsmärkte

Experten sehen in 5G eine der letzten großen Chancen, in Wachstumsmärkte vorzustoßen. Das aktuelle weltweite Marktvolumen wird laut dem Beratungsunternehmen Ernst & Young auf 555 Milliarden Euro geschätzt - auf Deutschland entfallen demnach 24 Milliarden Euro. Ein Anteil, der laut EY bis 2025 auf 63 und bis 2030 auf 92 Milliarden steigen dürfte - und dann weltweit bei 2,3 Billionen US-Dollar liegen soll.

Bereits heute nutzen rund 40 Prozent der verarbeitenden Unternehmen in Deutschland Internet of Things (IoT)-Anwendungen, so das Ergebnis einer Studie von EY. Bei Dienstleistungsunternehmen liege der Anteil sogar bei 47 Prozent. "Für die deutsche Telekommunikationsbranche bietet 5G enorme Wachstumspotentiale", sagt Olaf Riedel, Leiter Technology und Telecommunications bei EY. Diese gelte es zu nutzen: Das bisherige Kerngeschäft mit der Bereitstellung von Kommunikationsnetzen sei bei weitem nicht mehr profitabel genug, um gegen US-amerikanische Internetriesen wie Amazon Börsen-Chart zeigen oder Facebook Börsen-Chart zeigen zu bestehen.

la/reuters

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