Freitag, 19. April 2019

2000 Jobs bedroht Alitalia bereitet offenbar Sparplan vor

Alitalia-Flugzeuge: Der Airline droht das Geld auszugehen

Insidern zufolge plant Alitalia den Abbau von 2000 Arbeitsplätzen. Die strauchelnde Fluggesellschaft braucht dringend frisches Geld: Diese Woche steht eine millionenschwere Kapitalerhöhung an.

Rom - Die kriselnde Fluggesellschaft Alitalia bereitet laut Kreisen Einsparungen und Stellenstreichungen vor. Dabei soll es um den Wegfall von 2000 der derzeit 14.000 Arbeitsplätze gehen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eigeweihte Kreise. Dies könnte etwa durch einen Abbau von befristetet Beschäftigten geschehen oder durch Anreize für Mitarbeiter, früher in Rente zu gehen. Die Vorschläge sollen dem Verwaltungsrat bei seiner Sitzung am 13. November vorgelegt werden. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen. Ein Altitalia-Sprecher wollte sich zum Bericht nicht äußern.

Noch diese Woche haben Investoren die Möglichkeit, sich an der 300 Millionen Euro schweren Kapitalerhöhung für Alitalia Börsen-Chart zeigen zu beteiligen. Alitalia braucht dringend frisches Geld, um die Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Zu den neuen Aktien sollen frische Kredite über 200 Millionen Euro hinzukommen. An den Rettungsmaßnahmen wollen neben der Post auch die Banken Unicredit und Intesa Sanpaolo mitwirken.

Großaktionär Air France-KLM Börsen-Chart zeigen, der 25 Prozent an der Gesellschaft hält, hatte dem Rettungsplan zwar zugestimmt, will aber weiteres Geld nur zuschießen, wenn es den Italienern gelingt, die Schuldenlast von etwa 813 Millionen Euro zu verringern. Auch Air France-KLM fährt einen Sparkurs und streicht tausende Arbeitsplätze vor allem im Frankreich-Geschäft.

Unterdessen droht Alitalia weiter das Geld auszugehen. Angesichts der Schieflage der Gesellschaft hielten sich die Kunden im September mit Buchungen zurück, der Umsatz brach ein. Alitalia war bereits vor fünf Jahren in die Insolvenz geschlittert. Unter dem alten Namen, aber befreit von den Schulden, fusionierte sie mit der früheren Konkurrentin Air One. Air France-KLM kam als größter Aktionär und wichtigster Partner ins Boot.

ts/dpa-afx

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung