Rekordumsatz und Gewinnsprung Apple wächst weiter ungehemmt

Trotz der weltweiten Lieferengpässe verzeichnete Apple im Weihnachtsgeschäft einen neuen Rekord. Im vierten Quartal 2021 legte der Umsatz um elf Prozent auf knapp 124 Milliarden Dollar zu.
Apple-Chef Tim Cook: Der US-Konzern ist nun auch in China bei Smartphones führend

Apple-Chef Tim Cook: Der US-Konzern ist nun auch in China bei Smartphones führend

Foto: APPLE INC. HANDOUT / EPA

Der amerikanische Konzern Apple wächst weiterhin stark. Fast 60 Prozent des Rekorderlöses für das 4. Quartals trug der Umsatzgarant iPhone bei, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte. Dabei profitierte Apple vor allem von florierenden Geschäften in China, wo Apple im vierten Quartal den iPhone-Marktanteil mit 23 Prozent so weit hochschraubte wie nie zuvor. Zum ersten Mal in sechs Jahren verkauften die Amerikaner damit mehr Smartphones als jeder andere Anbieter in China.

Noch im Oktober hatte Firmenchef Tim Cook davor gewarnt, dass die Chipkrise inzwischen auf die meisten Produkte von Apple durchschlage. Damals ging er davon aus, dass die Engpässe den Umsatz um sechs Milliarden Dollar drücken könnten. Letztlich seien es sogar mehr gewesen, sagte Finanzchef Luca Maestri der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings würden die Einschränkungen im laufenden Quartal zurückgehen. "Sie haben die Lieferkette besser navigiert als jeder andere und das zeigt sich an ihren Ergebnissen", so Ryan Reith vom Marktbeobachter IDC.

Gewinnsprung um 19 Prozent - Aktie steigt kräftig

Der Umsatz von knapp 124 Milliarden Dollar wie auch die Gewinnsteigerung um 19 Prozent auf 34,6 Milliarden Dollar im ersten Geschäftsquartal zum 25. Dezember 2021 lagen über den Erwartungen von Analysten.

Die Aktie legte nachbörslich fast vier Prozent zu, hat allerdings seit Jahresbeginn im Sog des allgemeinen Ausverkaufs von Techwerten an der Wall Street schon zehn Prozent verloren. Im vergangenen Jahr hatte Apple kurzzeitig als erste Aktie weltweit die Schallmauer von drei Billionen Dollar beim Börsenwert durchbrochen.

Auch Mac-Computer sind gefragt

Als einer der wenigen Smartphone-Anbieter hatte Apple in der Weihnachtssaison mit dem iPhone 13 ein neues Modell auf den Markt gebracht und damit gepunktet. Morgan Stanley schätzt, Apple habe rund 83 Millionen iPhones im abgelaufenen Quartal verkauft. Allerdings läuft es nicht nur beim iPhone rund, auch Mac-Computer sind in der anhaltenden Covid-19-Pandemie mit dem Trend zum hybriden Arbeiten zwischen Büro und heimischen Arbeitszimmer gefragt. Der Mac-Umsatz legte um ein Viertel auf 10,9 Milliarden Dollar zu.

Zudem baut Apple seit vielen Quartalen seine verschiedenen Abo-Angebote wie Apple TV+ oder Musikstreaming aus. Inzwischen greifen auch hier immer mehr Kunden zu. Mittlerweile kommt der Konzern auf 785 Millionen Bezahlkunden über seine verschiedenen Plattformen, nach 620 Millionen im Vorjahresquartal. Nun steht nur noch die Frage im Raum, wann der Konzern die nächste große Innovation auf den Markt bringt und was es sein könnte – eine VR-Brille oder ein Elektroauto?

hr/reuters
Mehr lesen über