Lego stiftet Professur Prof. Lego für Cambridge

Ja, auch Napoleon gibt es inzwischen in Lego. Was uns das sagt? Keine Ahnung, das werden die in Cambridge schon erforschen.

Ja, auch Napoleon gibt es inzwischen in Lego. Was uns das sagt? Keine Ahnung, das werden die in Cambridge schon erforschen.

Foto: YVES HERMAN/ REUTERS

Sie sind ein Typ mit rechtwinkligen Ecken und Kanten? Der Soundtrack Ihres Lebens ist das zarte Knacken sich verbindender Legosteine? Sie stehen knietief im Duplo, weil sie den ganzen Tag am liebsten Plastikschlösser bauen, anstatt einer sinnvollen Erwerbstätigkeit nach zu gehen? Dann sollten Sie sich schleunigst an der renommierten Cambridge-University in England bewerben: Dort gab der Vize-Kanzler bekannt, eine Lego-Professur errichten zu wollen . Die Stelle ist im Bereich der Fakultät für Erziehungswissenschaften verortet, geforscht werden soll zum Themenkomplex "Spiel im Erziehung, Entwicklung und Lernen". Damit nicht genug - auch ein Forschungsinstitut mit dem hübschen Namen PEDaL (Research Centre on Play in Education, Development, and Learning )  wird eingerichtet. Direktor hier wird - genau - der Lego-Prof.

Das Ganze wird möglich Dank einer großzügigen Spende der Lego-Stiftung von vier Millionen Pfund (etwa 5,5 Millionen Euro). Somit muss der künftige Lego-Professor sich nicht mit den Niederungen der akademischen Forschung wie Drittmittelbeschaffung herumschlagen, das Karma bleibt unbelastet (Labortiere sind aus Plastik!). Auch die technische Ausstattung verspricht über Niveau zu sein und lässt Bauklötze staunen: Angeblich müssen die Studenten ihre Legosteine weder von zuhause mitbringen oder sie sich via Fernleihe beschaffen, dank der Partnerschaft wird es Forschungsmaterial en masse bereit gestellt. Der Zugang zu den Laboratorien wird natürlich gemäß Werksschutz genauestens kontrolliert: Eintrittsberechtigt sind nur geradlinige Typen, echte Noppenköppe über 18 Jahren, um effizientes, zielorientiertes Spielen zu ermöglichen. Schuhe sind im Kleinteile-Bereich Pflicht.

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Wenn die Gremien der Einrichtung der neuen Professur zustimmen, soll es am 15. Oktober losgehen - so bleibt im Sommer noch ausreichend Zeit für Feldstudien im heimischen Spielzimmer oder im Legoland. Denn auf die leichte Schulter nehmen sollten Sie Ihre Bewerbung nicht: Die Berufungskommission hat hohe Erwartungen, lies sie bereits mitteilen.

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