Lebensmittel immer teurer Aldi erhöht Preise für Fleisch, Wurst und Butter deutlich

Wegen des Krieges in der Ukraine rechnet der deutsche Handelsverband mit zweistelligen Preiserhöhungen bei Lebensmitteln. Der Discounter Aldi fordert bereits ab Montag höhere Preise vor allem für Fleisch, Wurst und Butter.
Gestiegene Energie-, Dünger- und Futterkosten: Der Discounter Aldi will ab Montag die Preise deutlich erhöhen

Gestiegene Energie-, Dünger- und Futterkosten: Der Discounter Aldi will ab Montag die Preise deutlich erhöhen

Foto: Ralph Orlowski/ Getty Images

Die Lebensmittelpreise in Deutschland dürften nach Einschätzung der Handelsbranche weiter deutlich zulegen. Schon vor Ausbruch des Ukraine-Krieges seien die Preise "über die Produktpalette hinweg" um gut 5 Prozent gestiegen, sagte Josef Sanktjohanser (71), Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dies sei Folge der gestiegenen Energiekosten gewesen. "Die zweite Welle an Preissteigerungen kommt, und die wird sicherlich zweistellig", sagte Sanktjohanser.

Erste Handelsketten haben schon damit begonnen, ihre Preise anzuheben. Der Discounter Aldi kündigte für kommenden Montag Preiserhöhungen an. Fleisch, Wurst und Butter würden dann "deutlich teurer", sagte Aldi-Nord-Kommunikationschef Florian Scholbeck. Grund hierfür seien höhere Preise, die Aldi seinen Lieferanten zahlen müsse. "Seit Beginn des Ukraine-Krieges gibt es Sprünge bei den Einkaufspreisen, die wir so noch nicht erlebt haben." Dies liege auch daran, dass Futter- und Düngemittel sowie Energie sich verteuert hätten. Das wiederum hätten die Landwirte bei ihrer Viehhaltung und die fleischverarbeitende Industrie zu spüren bekommen.

Zuvor hatte die "WAZ" berichtet. Der Zeitung zufolge sieht sich auch Aldi Süd veranlasst, die Preise anzuheben. Die Erhöhungen fallen je nach Produkt unterschiedlich aus.

Aldi erhöhte bereits vor zwei Wochen die Preise für etwa 160 Artikel, eine Woche später verteuerten sich 20 weitere Artikel. Wettbewerber zogen nach. Aufgrund der Situation auf den Weltmärkten ließen "sich steigende Verkaufspreise in der gesamten Branche [...] nicht immer vermeiden", teilte zum Beispiel Edeka vergangene Woche mit. Laut einer Befragung des Ifo-Instituts planen fast alle Firmen aus Deutschlands Nahrungs-Einzelhandel Preiserhöhungen.