Christoph Seyerlein

manage:mobility Autoindustrie vs. Autohändler

Liebe Leserin, lieber Leser,

unsere Themen der Woche:

  • Warum immer mehr Markenhändler den Aufstand gegen ihre Hersteller proben.

  • Wieso die Reiseplattform Omio bald stark an Relevanz gewinnen dürfte.

  • Und was Mate Rimac mit frischen 500 Millionen Euro vorhat.

Ich wünsche viel Spaß mit der neuen Ausgabe unseres wöchentlichen Mobility-Newsletters.

Top-Thema: Autoindustrie und Autohändler im Clinch

Angst vor der Verzwergung: Immer mehr Autohändler proben den Aufstand gegen ihre Hersteller.

Angst vor der Verzwergung: Immer mehr Autohändler proben den Aufstand gegen ihre Hersteller.

Foto: Frank Rumpenhorst / picture alliance/dpa

Der klassische Autohandel steht gewaltig unter Druck. Nicht nur die Online-Anbieter kosten Kunden. Auch die Autohersteller, die ihre Händler eigentlich gerne als "Partner" bezeichnen, suchen die Kampflinie. Immer mehr Marken wollen das sogenannte "Agenturmodell" einführen und so massiv Vertriebskosten sparen. Doch egal ob bei VW, Skoda, Opel oder Mercedes: in den Händlernetzen regt sich Widerstand. Teilweise geht es bis vor's Gericht. Wir dokumentieren den Aufstand der Händler .

Köpfe: Mate Rimac ++ Klaus Roewe ++ Sigrid de Vries ++ Martin Sander

Kniefall vor Investoren nicht nötig: Rimac-Chef Mate Rimac.

Kniefall vor Investoren nicht nötig: Rimac-Chef Mate Rimac.

Foto: DENIS LOVROVIC / AFP

Unternehmen: Omio ++ Moskwitsch ++ Siemens ++ Lufthansa

Ticket-Verticker: Gründer Naren Shaam (40) steht mit Omio vor dem Durchbruch.

Ticket-Verticker: Gründer Naren Shaam (40) steht mit Omio vor dem Durchbruch.

Foto:

Julia Steinigeweg für manager magazin

Noch mehr Mobilität: DeLorean ++ SWVL ++ Sono ++ McLaren

Noch in der Beta-Phase: Der Alpha5 soll DeLorean zurück aus der Zukunft holen.

Noch in der Beta-Phase: Der Alpha5 soll DeLorean zurück aus der Zukunft holen.

Foto: DeLorean Motor Company

Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Newsletter haben, schreiben Sie uns an gern an manage.mobility@manager-magazin.de . Ebenso natürlich, wenn Sie Hinweise oder Anregungen zu Recherchen haben. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Deep Drive der Woche: Diebe verachten E-Autos

Die Zahl der Elektroautos auf den Straßen steigt, die Zahl der E-Auto-Diebstähle dagegen kaum. Zu diesem Schluss kommt das Bundeskriminalamt in seiner Auswertung zur "Kfz-Kriminalität" im Jahr 2021 . Insgesamt gab es deutlich mehr Autodiebstähle als noch 2020. Besonders häufig haben es Diebe auf Modelle von Land Rover abgesehen: Hochgerechnet auf 100.000 Fahrzeuge wurden im vergangenen Jahr 165 der Geländewagen entwendet.

Zahl der Woche: 800 Milliarden

Die meisten Automobilhersteller haben auf Elektro umgeschwenkt. Doch nicht entschlossen genug, kritisiert Transport & Environment. Der auf Nachhaltigkeit und Klimawende ausgerichteten Organisation zufolge müssten sich Volkswagen, Toyota, Stellantis, Volvo, BMW und Mercedes weniger über den deutlich höheren Börsenwert Teslas grämen, wenn sie selbst mehr Tempo bei der Elektromobilität machen würden. Die Aktienwerte des Sextetts könnten demnach um 800 Milliarden Euro steigen, wenn sie die Stromer-Produktion schneller hochfahren würden .

Geisterfahrer der Woche

Kein Zug drin: Bahn-Fahrer sollten nicht auf schnelle Besserung hoffen.

Kein Zug drin: Bahn-Fahrer sollten nicht auf schnelle Besserung hoffen.

Foto: Daniel Bockwoldt/ dpa

Die 9-Euro-Tickets sind gerade gültig, da stimmt Deutsche Bahn-Chef Richard Lutz (58) Bahn-Fahrer auch weit über die kommenden drei Monate auf harte Zeiten auf der Schiene ein. "Wir haben ein kurzfristig kaum auflösbares Dilemma: gleichzeitig wachsen und modernisieren", so Lutz. Schon zuletzt verfehlten die Fernverkehrszüge ihr Pünktlichkeitsziel von 80 Prozent "signifikant". Im April kamen gerade einmal 69,1 Prozent mit maximal sechs Minuten Verspätung an. Besser wird es in absehbarer Zeit wohl kaum.

Ich wünsche Ihnen eine bewegte Woche!

Herzlichst, Ihr Christoph Seyerlein