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Eva Buchhorn

Der Donnerstag im Überblick Wildbienen im Odenwald und die Tummelplätze der Superreichen

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit einem pessimistischen Chip-Hersteller, nachhaltigen Fahrrädern und dem Warten auf Schrott.

Fahrradfahren ist gut für die Umwelt. Doch bei der Produktion von Fahrrädern spielt Nachhaltigkeit bislang erst eine untergeordnete Rolle. Eine, die sich damit nicht zufriedengibt, ist Sandra Wolf, Geschäftsführerin von Riese & Müller. Gemeinsam mit den Gründern Markus Riese und Heiko Müller hat sie den Radhersteller zum Vorbild für die gesamte Branche ausgebaut. Wolf bemüht sich um Nachhaltigkeit entlang der kompletten Lieferkette. Das fängt bei Pflanzen für Wildbienen auf dem Dach des Unternehmenssitzes an und hört bei einer Richtung Null tendierenden Restmüllquote noch lange nicht auf.

Doch der Hauptzweck des Unternehmens ist immer noch der Bau luxuriöser und alltagstauglicher E-Bikes. 360 Millionen Euro hat Riese & Müller 2021 damit umgesetzt. Unsere Kollegin Margret Hucko hat das Erfolgsunternehmen im Odenwald besucht und das Leitungs-Trio porträtiert. Nachzulesen ist ihre Story heute auf manager-magazin.de 

Die Wirtschaftsnews des Tages:

  • Inflation auf Rekordniveau: Die Teuerungsrate in Deutschland ist im September auf 10,0 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt heute mit und bestätigte so eine erste Schätzung von vor zwei Wochen. Es ist die größte Preissteigerung seit der frühen Nachkriegszeit. Der Anstieg der Energiepreise ist der wichtigste Grund. Aber auch Nahrungsmittel kosten im Schnitt um die 20 Prozent mehr. Ein Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher kann keine Sparrücklagen mehr bilden.

  • Chip-Riese kappt Investitionsziel: Der weltgrößte Auftrags-Chiphersteller TSMC fährt wegen der allgemein schlechten Wirtschaftslage seine Investitionen zurück. Das taiwanesische Unternehmen hat heute mitgeteilt, dass es rund zehn Prozent weniger Geld in den Ausbau seines Geschäfts stecken werde als bislang geplant. Die Chipbranche leidet unter immer strengeren amerikanischen Auflagen im Gefolge des Handelskrieges zwischen den USA und China.

  • Frist für Grundsteuer verlängert: Besitzer von Immobilien und Grundstücken haben für die Abgabe der Grundsteuererklärung nun länger Zeit. Bund und Länder einigten sich am Donnerstag auf der Finanzministerkonferenz auf eine Verschiebung der Frist um drei Monate bis Ende Januar. Eigentlich wäre die Frist Ende Oktober abgelaufen. Im Zuge der Grundsteuerreform müssen bundesweit Millionen Grundstücke neu bewertet werden.

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

  • Warten auf Schrott: Noch das beste Geschäftsmodell kann keinen Erfolg haben, wenn der Markt fehlt. Das erleben gerade etliche junge Firmen und auch etablierte Konzerne, die sich auf das Recycling von Autobatterien verlegt haben. Die Werke von Start-ups wie Li-Cycle aus Kanada, aber auch von VW und BASF werden bis Ende des Jahrzehnts nicht ausgelastet sein, hat unsere Kollegin Anna Driftschröer recherchiert. Für die Konzerne ist das kein großes Problem. Doch viele unabhängige Newcomer werden die Durststrecke nicht überleben. Die Geschichte über den Überlebenskampf der Batterierecycler finden Sie heute auf manager-magazin.de

  • Lebensräume der Superreichen: New York, Tokio, San Francisco sind die beliebtesten Tummelplätze der Wohlhabenden. Das hat die Agentur Henley & Partners ermittelt, die mobile Reiche bei der Wahl ihres Wohnsitzes berät. Unter den europäischen Städten liegt London vorn, gefolgt von Frankfurt. Dort leben unter den rund 764.500 Einwohnerinnen und Einwohnern immerhin 117.400 Millionäre, 3840 Multimillionäre und 14 Milliardäre.

Meine Empfehlung für den Abend:

Umbaufreudig: Renault-CEO Luca de Meo stellt den Automobilhersteller neu auf

Umbaufreudig: Renault-CEO Luca de Meo stellt den Automobilhersteller neu auf

Foto:

Laura Stevens

  • Lockruf aus China: Als Renault-Chef Luca de Meo 2021 den französischen Autohersteller übernahm, stand vor der schwierigsten Sanierung der Autowelt. Inzwischen geht es dem Patienten wieder leidlich gut, wie der CEO unseren Kollegen Margret Hucko und Michael Freitag im Interview erzählte. Um noch besser für die (elektrische) Zukunft des Autos gewappnet zu sein, will de Meo Renault nun umbauen. Wie er es schaffen will, bis 2030 25 neue Modelle auf den Markt zu bringen und warum er Partner ausgerechnet in China und Saudi-Arabien sucht, lesen Sie heute auf manager-magazin.de  

    Herzliche Grüße, Ihre Eva Buchhorn

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