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Oliver Hollenstein

Der Dienstag im Überblick Dreckige Geschäfte und ein Schattenvorstand

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit den lukrativen Geschäften der Abfalljongleure, einem Wechsel im Dax und einer Methode, wie Sie Nachwuchskräfte motivieren und frische Ideen generieren.

In Raum A 3.18 des Bochumer Landgerichts lässt sich in diesen Monaten ein bizarres Verfahren beobachten, das selbst hart gesottene Rechtskundige immer wieder staunen lässt: Ein Angeklagter täuscht einen Selbstmord vor; eine Zeugin bekommt – bühnenreif – einen Nervenzusammenbruch, um wenig später spontan zu genesen; ein weiterer Zeuge wird vor seinem Auftritt ("Bleibst Du eigentlich bei Deiner Aussage?") subtil unter Druck gesetzt.

Es geht um einen der spektakulärsten Müllskandale der letzten Jahrzehnte. Involviert sind Großunternehmen wie der Ölriese BP und die Energiefirma Uniper. Der Prozess wirft aber vor allem ein Licht auf die diffusen Mauscheleien von Müllschiebern, die sich ein höchst lukratives Geschäftsfeld erschlossen haben. Unser Kollege Dietmar Student hat sich die Geschäfte der Abfalljongleure angeschaut und beschreibt,  warum es den Ermittlern und Gerichten so schwerfällt, die verschlungenen Entsorgungspfade nachzuvollziehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Ton, Steine, Scherben: Die Tongrube Mühlenberg in Hünxe (NRW), Kulisse einer der spektakulärsten Umweltskandale Deutschlands

Ton, Steine, Scherben: Die Tongrube Mühlenberg in Hünxe (NRW), Kulisse einer der spektakulärsten Umweltskandale Deutschlands

Foto: Hans Blossey / IMAGO

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

Abwarten und rauchen: Wie geht es weiter mit Nord Stream 1?

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Foto: Dmitri Lovetsky / dpa

Unsere Empfehlung für den Abend:

Gut beraten: Holen Sie junge Perspektiven in Ihre Leitungsgremien.

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Foto:

Michelle Groskopf / NYT / Redux / laif

  • Was bringt ein Schattenvorstand? Vielen Unternehmen fehlt es an frischen Ideen und Perspektiven, vielen Nachwuchskräften an attraktiven Aufgaben und Wertschätzung. Unsere Kolleginnen und Kollegen vom Harvard Business manager haben sich eine Idee angeschaut, die beide Probleme lösen will: sogenannte Shadow Boards. Ein Gremium von Berufseinsteigern, das regelmäßig mit dem Vorstand im Austausch steht und mit ihm gemeinsam strategische Entscheidungen fällt. Bringt ein solcher Schattenvorstand Unternehmen etwas? Das haben Jennifer Jordan und Mahwesh Khanzu am Beispiel von mehr als zwei Dutzend Unternehmen geprüft. Ihre Antwort: Ja! Lesen Sie hier eine Anleitung, wie Sie ein Shadow Board auswählen und erfolgreich machen. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Ihr Oliver Hollenstein

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