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Kai Lange

Der Dienstag im Überblick Tinder-Absturz, Turbo-Dax und Tipps zum Energiesparen

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit dem Absturz der Dating-App Tinder, dem Comeback des Dax und zahlreichen Tipps, wie man beim Bauen und Umbauen sehr viel Energie sparen kann.

Die Singlebörse Tinder ist zehn Jahre nach ihrer Gründung zur erfolgreichsten Dating-App der Welt geworden: Mehr als 530 Millionen Mal wurde Tinder inzwischen weltweit heruntergeladen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Nutzerinnen und Nutzer schauen sich auf ihrem Smartphone Fotos potenzieller Partner an. Ein Swipe nach links bedeutet kein Interesse. Wischen beide jedoch nach rechts, ergibt sich ein Match und der Flirt kann beginnen.

Doch dieses schlichte "First-Look-Prinzip" ist für viele offenbar zu schlicht. Zwischen der App und der jungen Zielgruppe matcht es nicht mehr. Die Singles der Generation Z tindern nicht, sie weichen auf alternative Online-Dienste aus, um nach einem Partner oder einer Partnerin zu suchen.

Die Folge: Tinder verliert Marktanteile. Die Zahl der Downloads geht zurück, Umsatz und Gewinn sind eingebrochen, Konkurrenten wie Bumble holen auf. Der Aktienkurs des Dating-Riesen Match Group, zu dem neben Tinder auch weitere Dating-Portale wie Hinge oder OkCupid gehören, ist seit Jahresbeginn eingebrochen. Der neue Konzernchef Bernard Kim ist erst vor fünf Monaten vom Spielehersteller Zynga an die Spitze der Match Group gewechselt, um das Geschäft neu aufzustellen. Inzwischen hat er Tinder-Chefin Renate Nyborg entlassen und führt das Dating-Portal selbst. Wie Kim dafür sorgen will, dass es zwischen Tinder und seinen Nutzern bald wieder passt, beschreibt unsere Kollegin Anna Driftschröer: Tinder - Die Geschichte eines Absturzes.

Kein Like: Die jüngste Generation der Nutzer tindert nicht

Kein Like: Die jüngste Generation der Nutzer tindert nicht

Foto: Johannes Schmitt-Tegge / dpa

Die Wirtschaftsnews des Tages:

  • Sixt will 100.000 Elektroautos in China bestellen: Der Autovermieter Sixt will bis 2028 mehr als 100.000 Elektroautos beim chinesischen Hersteller BYD kaufen. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Unternehmen unterzeichnet, teilte Sixt mit. Als erstes BYD-Modell wird Sixt den vollelektrischen Atto 3 als Mietwagen anbieten.

  • Volkswagen und BMW steigern Absatz in den USA: Trotz Chipmangels und Problemen bei den Lieferketten haben die deutschen Autobauer VW und BMW ihren Absatz in den USA im zweiten Quartal wieder gesteigert. Volkswagen erhöhte die Verkäufe um 12 Prozent auf knapp 90.000 Neuwagen und profitierte dabei vor allem von der Nachfrage nach SUV-Modellen wie Atlas, Tiguan und Taos. BMW steigerte den Absatz um 3 Prozent. Eine Absatzwachstum um knapp 25 Prozent meldete der US-Hersteller General Motors, die Aktie von GM legte daraufhin zweistellig zu.

  • Anleger schöpfen wieder Hoffnung: Nach den herben Verlusten im Monat September ist der deutsche Aktienindex Dax mit kräftigen Gewinnen in den Oktober gestartet. Am Dienstag kletterte der Dax zeitweise wieder über die Marke von 12.600 Punkten und hat seit dem September-Tief damit mehr als 700 Punkte wieder gutgemacht. Anleger hoffen darauf, dass die kommenden Zinserhöhungen der Notenbanken nicht mehr so stark ausfallen wie zuletzt und auf den tristen September ein goldener Oktober folgt.

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

  • Chinesen vollziehen Radikalschnitt bei Wolford: Nach dem Abgang von COO Andrew Thorndike kehrt bei dem krisengeplagten Strumpfhersteller Wolford noch immer keine Ruhe ein. Nun greift der chinesische Eigner Fosun durch. Wie der Radikalschnitt bei der Traditionsmarke aussieht, beschreibt unsere Kollegin Hannah Steinharter.

  • Streit um das Web 3.0: Blockchain-Fans wollen mit dem Web 3.0 eine neue Generation des Internets schaffen, das auf der Blockchain basiert und damit dezentral funktioniert. Die Informatikerin und Blockchain-Expertin Molly White hält Web 3.0 dagegen für eine "riesige Abzocke, die Benzin auf unseren bereits schwelenden Planeten gießt". Wo White die Probleme sieht und warum sie über "perverse finanzielle Fehlanreize" klagt, lesen Sie auf manager-magazin.de.

  • Workshop für Kreativität: Kreativität ist einer der wichtigsten Skills der modernen Arbeitswelt. Wer verlässlich überraschende Ideen entwickeln kann, ist nicht nur schon heute erfolgreicher, sondern bleibt es auch. Im neuen Kurs meiner Kollegen von manage › forward geht es deshalb genau darum: erfolgreich innovative Ideen entwickeln und umsetzen. Alles Wichtige zum Kurs haben die Kollegen hier zusammengefasst – Leserinnen und Leser dieses Newsletters erhalten mit dem Code DER-TAG 40 Euro Rabatt.

Meine Empfehlung für den Abend:

Lamia Messari-Becker: Die Expertin für nachhaltiges Bauen fordert Lösungen für Wohnquartiere, statt jedes Gebäude einzeln zu betrachten

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Foto:

SRU

  • Wie man durch besseres Bauen Energie spart: Windräder und Wärmepumpen allein werden die deutschen Energieprobleme nicht lösen, sagt Lamia Messari-Becker, Expertin für nachhaltiges Bauen. Sie plädiert für mehr Kreativität beim Klimaschutz: Die Professorin für Bauphysik erklärt, warum der Einsatz einer Wärmepumpe in einem ungedämmten Gebäude Irrsinn ist und warum viele politische Vorgaben den Klimaschutz eher erschweren als ermöglichen. Sie sieht dennoch enormes Potenzial im Bau- und Wohnsektor. Bereits durch einen Gang in den Heizungskeller ließen sich 25 Prozent der Wärmeenergie sparen, so die Expertin. Allen, die ein Haus bauen, ein Haus energetisch umbauen oder schlicht und einfach einen guten Teil Wärmeenergie in diesem Winter sparen wollen, sei das Interview mit Messari-Becker auf manager-magazin.de wärmstens empfohlen.

Herzlich, Ihr Kai Lange

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