Jonas Rest

manage:mobility Porsche und Pedale

Liebe Leserin, lieber Leser,

unsere Themen der Woche:

  • Wieso Porsche zum Gamechanger im E-Bike-Markt werden könnte

  • Weshalb bei Auto-Abos die Euphorie verflogen ist

  • Wo im Management über den Erfolg von Auto-Konzernen entschieden wird

Ich wünsche viel Spaß mit der neuen Ausgabe unseres wöchentlichen Mobility-Newsletters.

Top-Thema: Porsches E-Bike-Attacke

Übernommen: Greyp Bikes von Mate Rimac (r.) ist eine Porsche-Marke

Übernommen: Greyp Bikes von Mate Rimac (r.) ist eine Porsche-Marke

Foto:

Dejan Andelic

Dass der Fahrradmarkt Wachstum und Rendite verspricht, ist spätestens seit dem Einstieg diverser Private-Equity-Firmen klar. Jetzt erreicht der Boom einen neuen Höhepunkt. Porsche greift an, pünktlich zum Börsengang - und versetzt die Branche in Aufruhr, wie meine Kollegin Anna Driftschröer recherchiert hat. Der Luxusautobauer entwickelt einen eigenen Antrieb für Elektrofahrräder und will 2025 erste eigene Modelle auf den Markt bringen. Mehrere E-Bike-Spezialisten hat Porsche bereits eingekauft. Wettbewerber fürchten: Der Sportwagenbauer könnte ein echter Gamechanger  werden.

Köpfe: Labbé ++ Stackmann ++ Franz ++ Piech

Bleibt alleine: VW-Marketingvorständin Imelda Labbé

Bleibt alleine: VW-Marketingvorständin Imelda Labbé

Foto: Anne Hufnagl
  • Imelda Labbé (55) bleibt die einzige Top-Managerin im VW-Markenvorstand: Thomas Schäfer (52), Markenchef bei Volkswagen, hat sich ausschließlich männliche Verstärkung geholt: Thomas Ulbrich (56, wechselt auf E-Baureihen und Software), Kai Grünitz (Entwicklung) und Patrik Andreas Mayer (Finanzen).

New Mobility: Auto-Abo-Hype, Tesla, Rivian, Mercedes-Benz

Schon wieder gestoppt: Das Auto-Abo-Angebot von Cluno.

Schon wieder gestoppt: Das Auto-Abo-Angebot von Cluno.

Foto: Cluno
  • Auto-Abos sollten the next big thing in der Autobranche werden. Ihr Marktanteil dürfte in den kommenden Jahren zwar weiter zunehmen. Doch die Recherche meines Kollegen Christoph Seyerlein zeigt: Die Euphorie ist verflogen. 

  • Tesla hat Details zur Erweiterung der Fabrik in Grünheide vorgestellt, geplant ist unter anderem ein neuer Güterbahnhof. Doch die Zustimmung zum neuen Bebauungsplan soll auf der Kippe  stehen.

  • Mercedes-Benz und das US-Start-up Rivian, an dem Amazon 20 Prozent hält, kooperieren künftig bei der Produktionen von elektrischer Lieferwagen.

Deep Drive: Elon Musk vermessen

Foto: Patrick Pleul / AP

Genie oder Wahnsinn? Wieviel Plan steckt hinter dem mitunter erratisch wirkenden Verhalten von Elon Musk? Wissenschaftler der Harvard Business School und der kanadischen McMaster University haben die Muster analysiert, mit denen Elon Musk seine Unternehmen führt. Wie der aktuelle Fall Twitter da reinpasst und welche Lehren Führungskräfte und Investoren daraus ziehen können – eine Analyse. 

Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Newsletter haben, schreiben Sie uns an gern an manage.mobility@manager-magazin.de . Ebenso natürlich, wenn Sie Hinweise oder Anregungen zu Recherchen haben. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Zahl der Woche: 30 Prozent

Eine Studie zeigt: Die Produktivität steigt in Autofabriken um bis zu 30 Prozent, wenn die richtigen Personen am Hebel sitzen. "Der Erfolg der Firma wird im Mittelmanagement entschieden!", folgert Wissenschaftlerin Kamalini Ramdas von der London Business School im Interview mit meiner Kollegin Maren Hofmann über ihre 14-jährige Forschung in der Autoindustrie.

Geisterfahrer der Woche

Showman vor Gericht: Nikola-Gründer Trevor Milton wird in New York verklagt

Showman vor Gericht: Nikola-Gründer Trevor Milton wird in New York verklagt

Foto: MASSIMO PINCA / REUTERS

Trevor Milton (40) gilt als begnadeter Salesman und lässt Werbevideos seiner fahrenden Trucks schon mal produzieren, indem er sie einfach den Hügel runter rollen lässt. Man habe nie behauptet, dass sie von Nikolas Wunderantrieb bewegt worden wären, argumentierte die Firma später, die zwischenzeitlich mehr wert war als Ford. Ob Milton sich mit solchen Aktionen strafbar gemacht hat oder nicht, klärt seit dieser Woche ein Bezirksgericht in New York . Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 25 Jahre Haft. Das berühmte Video? Sehen Sie hier. 

Ich wünsche Ihnen eine bewegte Woche!

Herzlichst, Ihr Jonas Rest

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