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Oliver Hollenstein

Der Donnerstag im Überblick Eine sehr freundliche Übernahme und Risse in Glitzerwelten

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit der neuen Machtverteilung zwischen Stuttgart und Wolfsburg, Stress in der Glitzerwelt und dem Absturz eines vermeintlichen Start-up-Stars.

­Als der damalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking im Jahr 2005 versuchte, im Auftrag der Eignerfamilien mit Gewalt die Macht bei Volkswagen zu übernehmen, scheiterte er. Die Arbeitnehmer organisierten Widerstand, holten die Politik an ihre Seite. Am Ende gewannen sie. Nun, mehr als 15 Jahre später, geht es wieder um Porsche und Volkswagen, unter ganz anderen Vorzeichen allerdings. Nach der gescheiterten feindlichen gibt es nun eine sehr freundliche Übernahme – und alle jubeln darüber.

Seit drei Wochen führt Oliver Blume gleichzeitig Volkswagen und – im vermeintlichen Nebenjob – Porsche. Doch der Eindruck täuscht. Unser Kollege Michael Freitag hat recherchiert, wie Stuttgart zum neuen Zentrum des größten Autokonzerns Europas wird  – und wie die kleine Porsche AG (37.000 Mitarbeiter, 33 Milliarden Euro Umsatz) künftig die große Volkswagen AG (670.000 Mitarbeiter, 250 Milliarden Euro Umsatz) regiert.

Kein Halten mehr: Porsche- und jetzt auch Volkswagen-Chef Oliver Blume stößt auf ein begeistertes Management

Kein Halten mehr: Porsche- und jetzt auch Volkswagen-Chef Oliver Blume stößt auf ein begeistertes Management

Foto: Robert Haas / SZ Photo / picture alliance

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

Der alte Glanz ist längst weg: Swarovski-Geschäft in Hongkong

Der alte Glanz ist längst weg: Swarovski-Geschäft in Hongkong

Foto: Ben Marans / SOPA images / LightRocket / Getty Images
  • Schiedsgericht erschüttert Swarovski: Dass es im Kristallreich der Swarovskis nicht mehr so glänzt und glitzert wie vor Jahren noch – bekannt. Die rund 200 Familienmitglieder hinter dem Konzern mussten zuletzt dreistellige Millionenverluste ertragen. Über die 2021 eingeleitete Neuorganisation ihres Reichs geriet die Sippe dann jedoch in erbitterten Streit. Nun hat ein Schiedsgericht ein Urteil gefällt, das dem zürnenden Teil der Familie recht gibt – und die gesamte Struktur des Konzerns infrage stellt, wie unsere Kollegin Mirjam Hecking erfahren hat.

  • Lidl-Patriarch baut seine Holding um: Dieter Schwarz, Inhaber von Lidl und Kaufland und einer der zehn reichsten Deutschen, ordnet das Kontrollgremium seiner Gruppe neu. Nachdem Schwarz im Sommer 2021 seinen bis dahin wichtigsten Mitarbeiter, Klaus Gehrig (74) durch Gerd Chrzanowski (51) ersetzt hatte, treibt er nun den Generationswechsel weiter voran. Dafür holte Schwarz auch einen Freund der Familie zurück: Seit September sitzt mit Richard Lohmiller junior(63) der Vater von Schwarz´ Patenkind mit am Tisch. Unsere Kollegin Margret Hucko hat über die neue Führungskultur bei der Schwarz-Gruppe recherchiert. 

Unsere Empfehlung für den Abend:

Segelt gerne – und geht auch mal baden: Sebastian Diemer

Segelt gerne – und geht auch mal baden: Sebastian Diemer

Foto:

Wolfgang Stahr / laif

  • Pump and Crash: In Broschüren für Investoren geriert sich Sebastian Diemer gern als "Seriengründer" mit "erfolgreichem Track Record". Schon mehr als 300 Millionen Euro hätten seine Unternehmen von Investoren bekommen, prahlt er. Mag sein – "erfolgreich" waren die Unternehmungen aber wohl vor allem in den Augen Diemers. Unser Kollege Jonas Rest hat sich nun sein Start-up Wallfair angesehen. Diemer wollte eine dezentrale Wettplattform schaffen, ein "Youtube für Wetten" (Diemer). Doch wie schon bei vorherigen Projekten ging die Sache nicht auf. Wer auf die Masche reinfiel, hat inzwischen praktisch sein gesamtes Geld verloren. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Ihr Oliver Hollenstein

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