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Oliver Hollenstein

Der Donnerstag im Überblick Zwischen Börsencrash und Aktienkaufrausch

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit dem Rekordbörsengang von Porsche, einer Notrettung in London und der Dauerkrise der Autozulieferer.

Es ist schwer, die derzeitige Lage der Welt nicht als deprimierend zu empfinden. Die Inflation auf Rekordhöhe, die deutsche Wirtschaft vor der Rezession, die Börsen in miesester Stimmung. Wie schlimm wird es noch? lautet die bange Frage – auf die leider niemand eine Antwort hat.

Beunruhigende Nachrichten gibt es genug, etwa aus London. Dort verhinderte die Bank of England gestern offenbar im letzten Moment eine Kernschmelze am Anleihemarkt. Der Absturz des britischen Pfunds und Rekordrenditen für britische Staatsanleihen hatten zahlreiche Pensionsfonds und damit das ganze Rentensystem auf der Insel ins Wanken gebracht. Die Notenbank sah ein "erhebliches Risiko für die britische Finanzstabilität" – und griff mit einer spektakulären Notoperation ein.

Als robustes gallisches Dorf erweist sich derzeit nur Zuffenhausen bei Stuttgart. Mitten im Marktchaos schaffte der dort beheimatete Sportwagenbauer Porsche einen der weltweit größten Börsengänge aller Zeiten. Warum der Börsengang gegen fast jede Regel doch ein Erfolg geworden ist und wieso sich Investoren um die Porsche-Aktien reißen, darüber sprechen unser Chefredakteur Sven Clausen und sein Stellvertreter und Auto-Experte Michael Freitag in unserem wöchentlichen Podcast "Das Thema".

Porsche fährt an der Börse vor: Porsche- und VW-Chef Oliver Blume in Frankfurt

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Foto: Michael Probst / AP

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

Was ist los im Immobiliengeschäft? Skyline von Berlin

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Foto: Dirk Sattler / IMAGO

Unsere Empfehlung für den Abend:

(Bald) brotlose Kunst: V8-Motor, PS- und renditestark, aber auf dem Weg in die Rente

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Foto: da-kuk / Getty Images
  • Warum so viele Automobilzulieferer in die Dauerkrise rutschen: Die Autowelt ist geteilt wie wahrscheinlich nie zuvor. Den Herstellern geht es noch blendend, trotz Krieg und Teileknappheit. Sie können die wenigen verfügbaren Chips in teure Modelle stecken und die höheren Preise an die Kunden weiterreichen. Die Zulieferer dagegen müssen mehr für die Chips bezahlen als gewohnt, die Rohstoffe werden teurer – und sie bekommen keinen oder zu wenig Ausgleich. Unser Kollege Christoph Seyerlein hat sich in der Branche umgehört und kommt zu einer erschreckenden Diagnose:  Obwohl sich das Ende des Verbrenners lange angekündigt hat, überfordert die Technologiewende viele Vorstände. Oder wie es der Chef eines Mittelständlers ausdrückt: "Aktuell kippelt jeder zweite Zulieferer."

Ich wünsche Ihnen trotz allem einen schönen Abend!

Ihr Oliver Hollenstein

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