Christoph Rottwilm

Newsletter "Der Tag" Der Tag mit Angeboten, die Sparer ablehnen können

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit Anlegerschutz mit dem Taschenrechner, Storytelling mit Netflix und Gesprächen mit Topmanagerinnen.

Anlegerschützer wie Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bringt so etwas auf die Palme: Banken und Sparkassen verlangen nicht nur großflächig sogenannte Verwahrentgelte von ihren Kunden, im Klartext also Negativ- oder Strafzinsen. Sie nutzen die unangenehme Lage, in die sie die Sparerinnen und Sparer dadurch bringen, zugleich auch aus, indem sie ihnen alternative Investmentprodukte verkaufen, an denen die Institute noch einmal zusätzlich ordentlich verdienen.

Wer bei diesem Treiben nicht über den Tisch gezogen werden will, muss schon aufpassen - und notfalls exakt kalkulieren: Wie hoch ist die Belastung, die auf dem Konto oder beim Festgeld durch den negativen Zins entsteht? Und welche Kosten und Renditeaussichten stehen dem bei anderen Geldanlagen - seien es Fonds, Versicherungen oder gar exotische Graumarktprodukte - gegenüber?

Immerhin mehr als 450 Geldhäuser hierzulande verlangen bereits negative Zinsen von ihren Kunden. Die Zahl der betroffenen Geldanleger ist also riesig. Um diesen eine Orientierungshilfe zu geben, haben wir den Vergleich von Strafzinsen und Anlagekosten exemplarisch vorgenommen, zusammen mit einigen Tipps, worauf zu achten ist. Immer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, die sich momentan so viele stellen: Wie kann man den Strafzinsen entgehen?

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was heute sonst noch wichtig war:

Rekordjahr in Sicht: Einer der Börsengänge in diesem Jahr war der des Onlineoptikers Mister Spex

Rekordjahr in Sicht: Einer der Börsengänge in diesem Jahr war der des Onlineoptikers Mister Spex

Foto:

Frank Rumpenhorst / dpa

  • Seit 20 Jahren haben in Deutschland nicht mehr so viele Unternehmen den Weg an die Börse gewagt wie in den ersten sechs Monaten 2021. Grund genug für meine Kollegin Corinna Scheying, sich das Geschäft mit Börsengängen hierzulande einmal genauer anzuschauen: Wird der Trend auch im zweiten Halbjahr halten? Welche Firmen werden bis Jahresende noch am Aktienmarkt debütieren? Die Antworten finden Sie hier.

  • Schauen Sie hin und wieder Netflix? Kennen Sie die deutsche Erfolgsserie "Dark"? Mein Kollege Jonas Rest sprach mit den Machern der Serie, über die Neuerfindung des Fernsehens durch virtuelle Produktionstechniken, über ihre Kooperation mit dem weltgrößten Streamingdienst und über den Erfolg von Nischenstorys. Hier gibt's das Interview. 

In eigener Sache:

Meine Empfehlung für den Abend:

Karrierefrau: Theresa Treffers hat die Berufswege von Topmanagerinnen erforscht

Karrierefrau: Theresa Treffers hat die Berufswege von Topmanagerinnen erforscht

Foto:

Ulrik Hoelzel

  • Nach wie vor gibt es vergleichsweise wenig Frauen im Topmanagement von Unternehmen. Warum eigentlich? Eine Ursache liegt zweifellos in den noch immer Männer-dominierten Aufsichtsgremien, die beispielsweise für die Besetzung von Vorständen verantwortlich sind. Doch auch aufseiten der Frauen und ihrer Karrierewege lohnt ein genauer Blick. Theresa Treffers, Betriebswirtin von der TU München, hat mit zwei Dutzend Topmanagerinnen aus Dax- und MDax-Unternehmen über deren Berufsweg an die Spitze gesprochen. Meiner Kollegin Eva Buchhorn schilderte sie die Erkenntnisse, die sie dabei gewonnen hat. Ein Interview über Karrieremuster, Fehlerkultur und das Ignorieren von Rollenbildern: Wie Frauen in den Vorstand von Dax-Firmen aufsteigen .

Beste Grüße, Ihr Christoph Rottwilm

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