Christoph Rottwilm

Newsletter "Der Tag" Der Tag mit Gabelstaplern und viel mehr

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit Kions leeren Lagern, Lidls leeren Managerstühlen und Teslas leeren Versprechungen.

Wenn Sie in einer x-beliebigen deutschen Fußgängerzone nach den Firmen Siemens, Volkswagen und Kion fragen, dann bekommen Sie als Antwort vermutlich zweimal ein anerkennendes Nicken und einmal ein Fragezeichen zwischen zwei Ohren: Kion? Nie gehört. Die Resonanz unter Wirtschaftskennern fällt selbstverständlich anders aus: Seit Jahren gilt Kion als Prototyp eines "Hidden Champions" in Deutschland, eines Unternehmens von Weltrang also, aber nicht unbedingt von Weltruhm. 2006 hervorgegangen aus einer Ausgliederung des Linde-Konzerns, seit 2013 an der Börse. Fachgebiet: Gabelstaplerbau.

Doch selbst das ist inzwischen nur noch die halbe Wahrheit. Mit CEO Gordon Riske an der Spitze hat sich Kion in den vergangenen Jahren zugleich zum Softwarehaus entwickelt. Ein Meilenstein: Die Übernahme der US-Firma Dematic im Jahr 2016, wodurch Kion zum weltweit führenden Hersteller automatisierter Lager für Konzerne wie Amazon wurde. Verständlich daher auch, dass die Corona-Zeit im Hause Kion alles andere als eine Krisenzeit war - die Auftragseingänge stiegen auf Rekordniveau.

Warum erzähle ich Ihnen das eigentlich alles? Kion gehört in diesem Jahr zu den Preisträgern des Game Changer Awards, den das manager magazin und die Unternehmensberatung Bain & Company seit 2015 gemeinsam verleihen. Kollege Thomas Werres hat den Stapler- und Lagerspezialisten aus dem Anlass porträtiert, und wenn Sie mit der Lektüre durch sind, werden Sie beim Namen Kion künftig vielleicht auch anerkennend nicken: Wie Kion eine der heißesten Wachstumsbranchen aufmischt 

Stapelt gerne hoch: Kion-Chef Gordon Riske

Stapelt gerne hoch: Kion-Chef Gordon Riske

Foto:

Lêmrich

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was heute sonst noch wichtig war:

  • Deutschland startet einen Zehn-Milliarden-Zukunftsfonds, die USA wollen staatliches Wagniskapital für Klima und Gesundheit einsetzen. Eine ganze Welle neuer Fonds nimmt sich ein Beispiel an der Pentagon-Einheit Darpa, die seit 60 Jahren technologische Durchbrüche finanziert. Wir beschreiben die Details dieses Trends.

  • Thema Kryptowährungen: In China wurde dem Bitcoin-Mining binnen kurzer Zeit der Stecker gezogen. Ein aufsehenerregender Schritt, der den Bitcoin-Preis erodieren ließ. Doch das harte Durchgreifen Pekings hat Auswirkungen über die Krypto-Branche und die Grenzen Chinas hinaus, wie die Kollegen vom "Economist" in ihrer neuen Ausgabe beschreiben .

Meine Empfehlung für den Abend:

Grüne Energie dank Windkraft: Das ist Teil eines der großen Trends bei der Geldanlage

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Foto:

Jan Woitas / picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

  • Halb 2021 ist um, da kann man Zwischenbilanz ziehen - oder einen Blick auf die kommenden sechs Monate werfen. Letzteres haben meine Kollegen Mark Böschen und Sven Clausen getan, und zwar mit besonderem Fokus auf dem Thema Geldanlage. Welche Trends werden also in nächster Zeit bestimmend sein? Worauf sollten Anleger achten? Drei Stichworte dazu: Inflationsangst, nachhaltiges Wirtschaften und Kryptowährungen. Den Rest erfahren Sie in der neuen Folge unseres Podcasts "Das Thema": Worauf Anleger im zweiten Halbjahr achten sollten

  • Mein zweiter Tipp ist Ihrer Fitness gewidmet (alle, die nicht regelmäßig Laufen gehen, können an dieser Stelle bereits aufhören zu lesen): Viele Ausdauersportler machen immer wieder die gleichen Fehler und schöpfen daher nie ihr volles Potenzial aus, sagt unser Laufexperte Andreas Butz. Und er verrät, wie es besser geht: So werden Sie ein besserer und zufriedener Läufer

Beste Grüße, Ihr Christoph Rottwilm

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