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Christoph Rottwilm

Der Montag im Überblick Reiche WM-Gastgeber und erfolgreiche Familienunternehmer

Jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit Katar auf dem Weg in die Zukunft, Ermittlungen auf den Bahamas und Geschwistern auf Erfolgsmission.

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenige Tage vor Beginn der Fußball-WM richten auch wir den Blick nach Katar. Den Auftakt zu einer kleinen Serie über das Emirat bildet heute eine Geschichte über das gewaltige Vermögen, das die Kataris vor allem mit ihren Erdgasverkäufen angehäuft haben, und darüber, was sie mit den vielen Milliarden Dollar machen.

Schon vor Jahren erkannte der Emir von Katar, dass er sich etwas einfallen lassen musste, wenn er den Wohlstand seines Landes auch in Zukunft bewahren wollte. Denn selbst die immensen Öl- und Gasreserven des Wüstenstaats, das war damals so klar wie heute, werden nicht ewig halten. Zur Lösung des Problems gründeten die Scheichs ihren Staatsfonds.

Die Qatar Investment Authority (QIA) gehört heute mit einem Investmentvolumen von etwa 461 Milliarden Dollar zu den zehn größten Staatsfonds der Welt und ist ein gewichtiger Player am globalen Finanzmarkt. Aktien, Anleihen, Immobilien, Private Equity und vieles mehr – die Herrscher von Katar streuen ihre Mittel breit. Regionale Schwerpunkte liegen in Nordamerika und Europa. In Deutschland zählt ihr Staatsfonds zu den größten Investoren überhaupt, mit bedeutenden Beteiligungen an Volkswagen, Porsche, Siemens, der Deutschen Bank und verschiedenen anderen nationalen Größen. Der Pariser Fußball-Klub PSG, der Londoner Flughafen Heathrow sowie der Rohstoff-Konzern Glencore sind nur drei von vielen weiteren namhaften Beteiligungen rund um die Welt.

Alles über die Investmentstrategie Katars, ihr Beteiligungsportfolio und die besondere Diskretion, mit der sie am Kapitalmarkt agieren, finden Sie in unserem Überblick auf manager-magazin.de .

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Frau im Vorstand: Die Schwedin und frühere Scania-Managerin Karin Rådström sitzt seit Dezember 2021 im Vorstand der Daimler Truck Holding AG

Frau im Vorstand: Die Schwedin und frühere Scania-Managerin Karin Rådström sitzt seit Dezember 2021 im Vorstand der Daimler Truck Holding AG

Foto: Uli Deck / picture alliance/dpa

Was heute sonst noch wichtig war:

  • Vor mehr als zehn Jahren, nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers, rauften sich die führenden Staaten der Welt zusammen. Um eine erneute Weltfinanzkrise zu vermeiden, würden die G20-Länder die Weltwirtschaft fortan gemeinsam managen, so das Vorhaben. Doch daraus ist nicht viel geworden, konstatiert unser Kolumnist Henrik Müller. Das Ergebnis seiner Bestandsaufnahme vor dem kommenden G20-Gipfel auf Bali: Eigentlich könnten die größten Mächte gemeinsam die Weltordnung des 21. Jahrhunderts absichern. Stattdessen regieren Aggression und Opportunismus.

  • Spätestens seit der Pandemie wissen wir: Viele Jobs lassen sich gut von zu Hause erledigen – wo auch immer dieses zu Hause gerade ist. Zum Beispiel im sonnigen Ausland. Doch Vorsicht: Eine zu lange Abwesenheit aus Deutschland ist riskant. Es drohen Doppelbesteuerung oder eine Niederlassung muss im Ausland gegründet werden. Kollege Florian Gontek kennt jedoch einen legalen Trick, um so etwas zu vermeiden: den "Employer of Record". Auf manager-magazin.de erklärt er, was es damit auf sich hat .

Was Ihnen in Ihrem Berufsalltag helfen könnte:

  • Ein Kompendium zum Thema Resilienz: Die Krisen scheinen in diesen Monaten gar nicht aufzuhören – Corona, Klimawandel, Krieg, Inflation, die drohende Rezession und Sorgen um die berufliche Zukunft. Dazu der normale Stress durch Deadlines, hohe Zielanforderungen oder die unausweichliche Transformation. Diese Gemengelage belastet die Psyche – von Führungskräften genauso wie von ganzen Teams. Um dem Druck standhalten zu können und sich vor einem Burn-out zu schützen, helfen bestimmte Strategien. In einem Kompendium haben wir Ihnen die wichtigsten zusammengestellt .

Meine Empfehlung für den Abend:

Familienbande: Die Geschiwster Philipp und Francesca Seidensticker sollen den Hemdenhersteller in die Zukunft führen

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Foto:

Roman Pawlowski für manager magazin

  • Wer eine Schwester oder einen Bruder hat, weiß: Diese Verbindung ist etwas Besonderes. Für die meisten macht sich das lediglich im Privatleben bemerkbar. Doch auch in Corporate Deutschland gibt es viele namhafte Geschwisterpaare. Manche gründen gemeinsam, manche müssen das Familienerbe bewahren – stets geht es darum, sich im Idealfall gegenseitig erfolgreich zu ergänzen. Unsere Kollegin Sonja Banze hat sich Beispiele prominenter Geschwisterpaare angeschaut. Die Bauunternehmer Jan-Henrik und Jörg-Uwe Goldbeck etwa, die Biotech- und Pharmamilliardäre Thomas und Andreas Strüngmann oder die Hemdenerben Philipp und Francesca Seidensticker. Das Fazit der Geschichte, die Sie auf manager-magazin.de lesen können : Das familiäre Zusammenspiel klappt nicht immer. Aber wenn es gut läuft, sind Geschwister als Team nicht zu schlagen.

Beste Grüße, Ihr Christoph Rottwilm

Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Wir freuen uns auf Ihre Post unter chefredaktion@manager-magazin.de .

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