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Kai Lange

Der Donnerstag im Überblick Ein Liebling der Investoren, ein edler Spender und ein Porsche mit Pedalen

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit einem Liebling der Investoren, der besonders verlässlich informiert, einem Gründer, der seine Firma für den Umweltschutz spendet und einem Autobauer, der den Markt für E-Bikes aufmischt.

Steigende Preise, drohende Rezession, Energieboykott aus Russland: Die Zeiten sind unruhig und die nächsten politischen Krisen kaum vorhersehbar. Dies macht es auch für Finanzchefs und ihre Investor-Relations-Experten besonders schwierig, die künftige Entwicklung ihres Unternehmens vorherzusagen. Gleichzeitig wünschen sich Anleger und Investoren gerade in Zeiten wie diesen einen verlässlichen Kommunikationspartner, der ihnen Orientierung bietet. Anleger brauchen realistische Ziele für die Geschäftsentwicklung – und nicht den lapidaren Hinweis, dass die Zeiten halt unsicher seien.

Doch es gibt Vorbilder. Manager, die Orientierung bieten und den Anlegern damit Unsicherheit nehmen. In Deutschlands härtestem Test zur Finanzkommunikation zeigt manager magazin exklusiv, wer am verlässlichsten mit den Anlegern kommuniziert. In diesem Jahr ist der Finanzchef der Deutschen Telekom, Christian Illek, ganz vorn und bekommt den Titel "Investor´s Darling". Aber auch Konzerne wie Merck, Deutsche Post, Fresenius, die Gea Group oder Klöckner haben sehr gute Ergebnisse erzielt. Welche Konzerne aus Dax, MDax und SDax die Kommunikation mit ihren Investoren besonders gut beherrschen, lesen Sie in unserem Überblick Investor´s Darling: Welchen Konzernen Investoren jetzt trauen können.

Inflationsgesichert: Telekom-Finanzvorstand Christian Illek hat die Energiekosten des Konzerns weitgehend durch langfristige Verträge festgezurrt

Inflationsgesichert: Telekom-Finanzvorstand Christian Illek hat die Energiekosten des Konzerns weitgehend durch langfristige Verträge festgezurrt

Foto: Marina Weigl für manager magazin

Die Wirtschaftsnews des Tages:

  • Patagonia-Gründer spendet Firma für den Umweltschutz: Der Gründer der US-Outdoormarke Patagonia, Yvon Chouinard, überträgt sein Unternehmen an gemeinnützige Stiftungen und will so beim Kampf gegen die Klimakrise helfen. Der Firmenwert von Patagonia wird derzeit auf rund 3 Milliarden Euro geschätzt. Alle Gewinne des Unternehmens, die nicht reinvestiert werden, sollen künftig für den Kampf gegen Erderwärmung und für Naturschutz verwendet werden.

  • Meilenstein am Kryptomarkt: Die nach Bitcoin zweitwichtigste Kryptowährung Ethereum hat am Donnerstag ihr lange angekündigtes Update vollzogen. Bei dem Update "The Merge" wurde die Ethereum-Blockchain mit einer weiteren Blockchain verbunden. Transaktionen sollen nun schneller und energiesparender ablaufen: Im Vergleich zur Bitcoin-Blockchain, die als Stromfresser berüchtigt ist, senkt Ether durch das Update den Stromverbrauch um 99 Prozent.

  • Akw-Stillstand in Frankreich kostet EDF Milliarden: Von den 56 Atomkraftwerken in Frankreich stehen derzeit mehr als die Hälfte still. Der Ausfall kostet den Betreiber EDF in diesem Jahr wohl knapp 30 Milliarden Euro. Der hoch verschuldete Konzern steht kurz vor der Komplettübernahme durch die französische Regierung. Derzeit muss Frankreich Strom aus Nachbarländern wie Deutschland importieren, was den Strompreis auch hierzulande weiter in die Höhe treibt.

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

  • Porsche mit Pedalen: Dass der Fahrradmarkt Wachstum und Rendite verspricht, ist spätestens seit dem Einstieg diverser Private-Equity-Firmen klar. Jetzt erreicht der Boom einen Höhepunkt: Porsche greift an, pünktlich zum Börsengang – und versetzt die Branche in Aufruhr, wie meine Kollegin Anna Driftschröer recherchiert hat. Der Luxusautobauer entwickelt einen eigenen Antrieb für Elektrofahrräder und will 2025 erste eigene Modelle auf den Markt bringen. Mehrere E-Bike-Spezialisten hat Porsche bereits eingekauft. Wettbewerber fürchten: Der Sportwagenbauer könnte den E-Bike-Markt gehörig aufmischen und ein echter Gamechanger werden.

Karrieretipp des Tages:

  • Gerade in wirtschaftlich unruhigen Zeiten sind Unternehmen auf innovative Lösungsansätze angewiesen. Wie kommen wir auf bessere Ideen? Wie trainieren wir unsere Kreativität? Das diskutieren meine Kollegen von manage › forward in knapp zwei Wochen mit dem Berliner Innovationsexperten Simon Blake. Neben einem Tool für systematische, erfolgreiche Inspiration ist viel Zeit für individuelle Fragen vorgesehen. "Bessere Ideen auf Knopfdruck" – hier können Sie sich kostenlos anmelden.

Meine Empfehlung für den Abend:

Zu viel des Hypes: Autoabos dürften anders als gern behauptet nicht zur bestimmenden Säule im Automobilvertrieb werden

Zu viel des Hypes: Autoabos dürften anders als gern behauptet nicht zur bestimmenden Säule im Automobilvertrieb werden

Foto: Cluno
  • Autos mieten statt kaufen: Auto-Abos sollten das nächste große Ding in der Autobranche werden. Nicht nur Autovermieter wie Sixt und Co, sondern auch Autohersteller wie Volkswagen, Mercedes und BMW hoffen auf einen neuen, profitablen Absatzkanal. Vor allem bei der jüngeren Klientel nimmt die Zahl derjenigen zu, die ein Auto lieber langfristig mieten wollen. Der Marktanteil der Auto-Abos – derzeit noch bei bescheidenen 3 Prozent – dürfte in den kommenden Jahren zunehmen. Doch die Recherche meines Kollegen Christoph Seyerlein zeigt: Die Euphorie ist verflogen. Warum der Hype um die Autoabos übertrieben ist, lesen Sie auf manager-magazin.de.

Herzlich, Ihr Kai Lange

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