Oliver Hollenstein

Der Montag im Überblick Harrys Geschäftsmodell und grüne Finanzfrauen

Jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute informieren wir Sie darüber, wie man mit Indiskretion Millionen verdient, wie Elon Musks Starlink den Ukraine-Krieg beeinflusst und welche Frauen die Billionen für den Ökoumbau organisieren.

Liebe Leserin, lieber Leser,

man kann ihnen derzeit kaum entfliehen: Ob geschwisterliche Prügeleien, erfrorene Geschlechtsteile oder Kokain am Jagdwochenende – seit Wochen dominieren der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan die Schlagzeilen. Und ich kann Sie schon vorwarnen: Morgen wird es noch einmal hoch hergehen, denn die Autobiografie des Königssohns kommt in die Buchläden. Zeitgleich rund um den Globus, übersetzt in 16 Sprachen.

Muss dieses Thema dann auch noch in einem Wirtschafts-Newsletter stehen? Auf jeden Fall! Denn unser Kollege Lukas Heiny hat sich die Sache genauer angeschaut und beschreibt für Sie das Geschäftsmodell hinter dem großen PR-Treiben. Die "Royal Soap" um das Zerwürfnis der königlichen Familie ist eine sorgsame Inszenierung, die Harry und Meghan – oder auch "H&M", wie sie sich selbst nennen – das Luxusleben in Kalifornien finanzieren soll. "Es ist ein Geschäftsmodell, das dem der Kardashians ähnelt – nur nicht im Trash-TV, sondern im Hochadel", schreibt Heiny.

Wenn Sie morgen also mitreden wollen beim Bürotratsch und Sie statt Anekdoten über Sex hinter der Kneipe lieber mit Wissen über Multimillionen-Buchverträge glänzen wollen, dann empfehle ich Ihnen diesen Text: "Indiskretion – das Millionengeschäft von Harry und Meghan". 

Inszenierung für Netflix: Szene aus der Dokumentation "Harry und Meghan" mit eben jenen als Hauptdarstellern

Inszenierung für Netflix: Szene aus der Dokumentation "Harry und Meghan" mit eben jenen als Hauptdarstellern

Foto:

Courtesy Of Prince Harry / dpa

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

Leinen los: Sabrina Kuttruff-Coqui an Bord

Leinen los: Sabrina Kuttruff-Coqui an Bord

Foto: privat
  • Warum Segeln eine gute Schule für Managerinnen ist: Seit September ist Sabrina Kuttruff-Coqui Finanzvorständin von Aicuris, einer Biotechfirma für Infektionskrankheiten mit zuletzt 80 Mitarbeitern. In ihrem Job kann sie auf eine Erfahrung zählen, die kaum ein anderer Topmanager hat: Kuttruff-Coqui ist mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern um die Welt gesegelt. Im Interview erzählt sie, was sie dabei für ihren Job gelernt hat. 

  • Wie die Sparkassenbosse eine Frau an ihrer Spitze verhindern wollen: Weltkriege, Währungsreformen, Nazityrannei – Deutschlands Sparkassen überstehen stoisch alle Zeitläufte. Veränderungsbereitschaft erwächst aus dem Nimbus der Unverwüstlichkeit freilich nicht. Das zeigt sich gerade jetzt, wo dem nationalen Dachverband DSGV Ungeheuerliches droht: erstmals eine Frau als Präsidentin. Liane Buchholz, Chefin des regionalen Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, macht sich Hoffnungen auf den Bundesvorsitz. Doch andere Sparkassenbosse sind davon nicht gerade begeistert. 

  • Wie die Starlink-Satelliten von Elon Musk die Ukraine gerettet haben: Elon Musk hat in den vergangenen Monaten viel Kritik auf sich gezogen. Mit seinem Starlink-Satellitensystem hat der US-Unternehmer jedoch entscheidenden Anteil daran, dass die Menschen in der Ukraine dem russischen Angriff immer noch standhalten. Unsere Kollegen vom britischen "Economist" haben recherchiert, welche Bedeutung das System für den Ukraine-Krieg hat. 

Die HBm-Winterschool: Management-Klassiker zum Jahresstart

Steuert die Finanzwelt auf Grün: Bundesbank-Vorständin Sabine Mauderer

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Foto: Ilkay Karakurt / F.A.Z.-Foto
  • Welche Frauen die Billionen für den Ökoumbau organisieren: Auf den Kongressen an der Frankfurt School of Finance sprechen häufig ältere Männer in gediegenen Anzügen über Technikalien der Bankenwelt. Nicht so am 14. Oktober 2022. Schon bei der Begrüßung zum Sustainable Finance Gipfel standen neben zwei Herren in Schwarz zwei Damen in Bunt auf der Bühne des Audimax. Die beiden Keynotes hielten hochrangige Rednerinnen. Auf den Panels saßen teilweise mehr als die Hälfte Frauen. Das Treffen der Finanzavantgarde in Frankfurt am Main ist nur ein Beispiel für einen mächtigen Trend: Bei der Finanzierung der grünen Transformation der Wirtschaft geben Frauen den Ton an. Unsere Kollegin Eva Müller hat einige von ihnen getroffen. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Ihr Oliver Hollenstein

PS: Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Wir freuen uns auf Ihre Post unter chefredaktion@manager-magazin.de .

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