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Oliver Hollenstein

Der Freitag im Überblick Scuderia im Wandel und Influencer in Teilzeit

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit Ferrari und der größten Wette der Autoindustrie, Begeisterung und Panik bei Anlegern und einer Geschäftsidee für mitteilungsfreudige Manager.

Als John Elkann im vergangenen Jahr ein letztes Mal als Ferrari-Chef vor seine Spitzenkräfte trat, holte er weit aus. Er erzählte die Geschichte der Luxusmarke Hermès. Vor 100 Jahren war die Firma Weltmarktführer für luxuriöse Pferdesättel und Accessoires für die Reise. Damals, berichtete Elkann, sei Émile-Maurice Hermès, einer der Enkel des Gründers, aus Amerika zurückgekommen mit der Überzeugung, dass die Zukunft dem Automobil gehörte. Er wollte die Produktlinie anpassen, weg vom Pferd. Sein Bruder Adolphe glaubte nicht an die Idee, verkaufte seine Anteile; Émile-Maurice aber sattelte um auf Koffer fürs Auto und später auf Handtaschen. Die Marke wurde stärker als je zuvor.

Auch Ferrari braucht den Hermès-Moment, findet Elkann, Haupteigner des Autobauers und Oberhaupt der italienischen Agnelli-Familie. Seine Devise: Der Mythos Ferrari, Inbegriff für teure, extravagante, PS-starke Sportwagen, natürlich mit Benzinmotor, muss sich wandeln. Zur Not: radikal. Tutto o niente, alles oder nichts. Wofür soll die Scuderia in der Digital- und Elektroära stehen? Dafür hat Elkann keine Lösung, aber einen verwegenen Plan. Unsere Kollegen Margret Hucko und Michael Freitag haben sich auf die Spur der größten Wette der Autoindustrie begeben .

Schnelldenker trifft Schnellfahrer: John Elkann bei einem Formel-1-Rennen

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Foto: Mark Thompson / Getty Images

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Was uns sonst noch beschäftigt hat:

Erleuchtet: EZB-Tower in Frankfurt am Main

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Foto: Boris Roessler / DPA

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Lukrativ: Johannes Kliesch lässt an seinem Leben als Gründer und Chef von Snocks teilhaben

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Michael Hudler für brand eins

  • Wie Manager als Linkedin-Influencer Geld verdienen: Rund 60.000 Menschen lesen auf Linkedin, was Johannes Kliesch so umtreibt. Etwa, dass er es "verkackt hat", wie er schreibt, auf seinen Körper zu hören, und er deswegen am Sonntag, nach einer stressigen Woche, 16 Stunden schläft. Seine Follower begleiten ihn im Privaten und im Job. Kliesch ist in der Start-up-Szene einer der aufstrebenden Stars. Sein Start-up Snocks setzt mittlerweile 50 Millionen Euro mit Produkten wie Socken und Unterhosen um. Kliesch, findiger Geschäftsmann, hat aber noch eine andere Einkommensquelle. Er wirbt bei Linkedin auch für andere Unternehmen. Unsere Kollegin Margret Hucko hat sich angeschaut, wie das Geschäftsmodell funktioniert.  

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Oliver Hollenstein

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