Christoph Rottwilm

Newsletter "Der Tag" Der Tag mit Geld von Gates und Mobilfunk auf dem Mond

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit dem Kampf gegen Corona, dem Kampf gegen Funklöcher und dem Kampf gegen die lebenslange Alltagsroutine.

Es soll ja Leute geben, die glauben, Bill und Melinda Gates hätten das Coronavirus erschaffen, um die Welt zu regieren und die Menschheit mittels Zwangsimpfungen zu kontrollieren. Von allen Verschwörungstheorien ist das vermutlich eine der absurdesten. Tatsächlich setzen der Microsoft-Gründer und seine Gattin über ihre Stiftung seit Jahren Milliardensummen zum Wohle der Menschheit ein. Die Verbesserung der weltweiten Gesundheitsversorgung zählt neben der Bekämpfung von Armut sogar explizit zu den Hauptzielen der Gates Foundation, deren Stiftungskapital von rund 47 Milliarden Dollar sie zur größten privaten Stiftung auf dem Globus überhaupt macht.

Und Corona? Ja, auch auf diesem Gebiet ist die Gates Foundation aktiv – allerdings aufseiten derjenigen, die die Pandemie bekämpfen. Am heutigen Montag meldete die Hamburger Forschungsfirma Evotec, eine Finanzspritze für ihre US-Tochter Just von der Stiftung erhalten zu haben. Just soll damit seine Antikörperforschung gegen Covid-19 vorantreiben. Zur Höhe der Überweisung aus dem Hause Gates wurde zwar nichts bekannt. Die im MDax notierte Evotec-Aktie reagierte dennoch mit einem kleinen Satz nach oben. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass Evotec-Chef Werner Lanthaler seine exzellenten Beziehungen zur Gates Foundation zugutekamen. Schon bei der Übernahme von Just im vergangenen Jahr war der Kontakt hilfreich, wie Sie hier im Detail nachlesen können.

Viel Geld gegen Corona: Milliardär und Großstifter Bill Gates

Viel Geld gegen Corona: Milliardär und Großstifter Bill Gates

Foto:

SHANNON STAPLETON/ REUTERS

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was heute sonst noch wichtig war:

  • Kennen Sie das? Die Biogurke im Supermarkt steckt in einer Plastikhülle, genauso der Salat oder die Paprika. Der Vorteil: Das Gemüse bleibt länger haltbar. Aber der Müll... Hat sich auch James Rogers gedacht und mit seinem kalifornischen Start-up Apeel Sciences Abhilfe geschaffen . Nun ist er nicht nur der smarte Kämpfer gegen das Plastik in den Supermarktregalen – sondern auch Liebling der Investoren.

  • Die Aktienmärkte haben sich von der Corona-Pandemie bekanntlich nur kurz im Frühjahr beirren lassen – seither geht es im Großen und Ganzen aufwärts oder zumindest stabil seitwärts. Zu denen, die sich darüber freuen können, gehören auch die Bürger Norwegens. Deren Staatsfonds, von dem alle Einwohner des Landes profitieren, legte im dritten Quartal ein milliardenschweres Comeback hin.

  • Mit seinem Abgang aus Großbritannien nach Singapur hatte Staubsauger-Milliardär James Dyson für viel Aufsehen gesorgt, schließlich hatte er sich zuvor vehement für den Brexit ins Zeug gelegt. Wie zufrieden Dyson in seiner neuen, fernöstlichen Heimat ist, erscheint allerdings spätestens nach der Meldung von heute fraglich: Ein teures Luxus-Apartment, das der Unternehmer erst vor einem Jahr gekauft hatte, hat er schon wieder abgestoßen - und das noch dazu mit erheblichem Verlust.

Meine Empfehlung für den Abend:

Traum verwirklichen: Online-Unternehmer Thilo Hardt baut sein Traumhaus.

Traum verwirklichen: Online-Unternehmer Thilo Hardt baut sein Traumhaus.

Foto: Marcel Maffei für manager magazin
  • Haben Sie einen Lebenstraum, der noch unerfüllt ist? Eine Weltreise machen beispielsweise? Eine besondere sportliche Leistung vollbringen, etwa einen Ultra-Marathon laufen? Oder zum Beispiel ein Buch schreiben? Viele Menschen tragen solche Träume mit sich herum, oftmals bleiben sie unerfüllt. Meine Kolleginnen Sonja Banze, Christina Kyriasoglou und Eva Müller jedoch haben acht Menschen getroffen, die sich ihren Traum erfüllt haben. Hier erzählen sie von ihrem ganz persönlichen Projekt XXL  - und erklären, wie man Träume verwirklicht.

Beste Grüße, Ihr Christoph Rottwilm

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