Podcast Cover
__proto_kicker__
__proto_headline__
Oliver Hollenstein

Der Dienstag im Überblick Die Methode Musk und das Ende der Aufopferung

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit der Tourismuskrise in Österreich, den positiven Effekten von Insolvenzen und der Frage, ob bei Elon Musk hinter dem Wahnsinn Methode steckt.

Die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn ist fließend, das macht einen nicht geringen Teil der Faszination von Elon Musk aus. Der reichste Mann der Welt fühlt sich offenbar magisch zu den größten, den schier unlösbaren Problemen hingezogen. Und verfolgt sie dann unermüdlich. Allein die Liste seiner Unternehmungen – Tesla, SpaceX, Hyperloop, OpenAI, The Boring Company und NeuraLink – ist beeindruckend. Und selbst als Skeptiker muss man einräumen: Musk hat schon so manches unmöglich erscheinende Ziel erreicht.

Selbst Fans müssen allerdings zugeben, dass Musks Vorhaben nicht selten Kopfschütteln auslösen, bisweilen sogar jede Menge Ärger. Etwa die Sache mit Twitter. Im April verkündete der reichste Mann der Welt, er wolle den Kurznachrichtendienst kaufen, machte den Aktionären ein Angebot. Wenig später blies er die Sache ab. Heute wurde bekannt: Die meisten Aktionäre schert die Absage nicht, sie möchten das lukrative Angebot annehmen. Am Ende wird wohl ein Gericht entscheiden, ob Musk die Übernahme durchziehen muss.

Während des schier endlosen Hin und Her um die Übernahme von Twitter stellte sich die Frage vielleicht so klar wie nie: Was will Elon Musk eigentlich erreichen? Steckt hinter dem erratisch wirkenden Verhalten ein Plan? Dieser Frage sind die beiden Wirtschaftsforscher Andy Wu und Goran Calic für unsere Kollegen vom Harvard Business manager nachgegangen. Sie haben sich die zahlreichen Unternehmungen von Musk angeschaut und, wie sie selbst sagen, (etwas) Methode hinter dem vermeintlichen Wahnsinn entdeckt. Hier können Sie lesen, was Führungskräfte daraus lernen können. 

Welches strategische Ziel hat Elon Musk mit seinen Unternehmen im Blick? Wissenschaftler haben untersucht, nach welchen Leitlinien er Entscheidungen trifft.

Welches strategische Ziel hat Elon Musk mit seinen Unternehmen im Blick? Wissenschaftler haben untersucht, nach welchen Leitlinien er Entscheidungen trifft.

Foto: Matt Rourke / AP

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Die Personalien des Tages:

Aufsteiger: Thomas Ulbrich übernimmt das neu geschaffene Ressort New Mobility

Aufsteiger: Thomas Ulbrich übernimmt das neu geschaffene Ressort New Mobility

Foto: Martin Schutt / picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

Unsere Empfehlung für den Abend:

Idylle und Baustelle: Zwischen den Bundesländern Salzburg und Tirol entsteht das umstrittene Luxusresort "Six Senses" – also noch mehr Überkapazität

Idylle und Baustelle: Zwischen den Bundesländern Salzburg und Tirol entsteht das umstrittene Luxusresort "Six Senses" – also noch mehr Überkapazität

Foto: JFK / EXPA / picturedesk.com / picture alliance
  • Das Ende der Aufopferungsindustrie: Mehr als 150 Millionen Übernachtungen bei gerade einmal neun Millionen Einwohnern – 2019 war Österreich noch Tourismusweltmeister. Jahrzehntelang war auf ein Wachstumsjahr das nächste gefolgt. Doch das ist vorbei. Das Wonderland des Tourismus in Europa hat ausgedient, Corona hat die Branche voll und offenbar nachhaltig erwischt. Es fehlt nicht zuletzt an Personal. Lange Zeit war der Tourismus das Mittel für den ökonomischen und sozialen Aufstieg in den Tälern. Nun hat dort die Sinnkrise Einzug gehalten. Die Jungen haben schlicht mehr keine Lust mehr auf die Aufopferungsindustrie. Hans-Peter Siebenhaar ist für uns durch Österreich gereist und hat sich die Long-Covid-Symptome des österreichischen Tourismus angeschaut. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Ihr Oliver Hollenstein

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.

Abonnieren bei

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.