Oliver Hollenstein

Der Mittwoch im Überblick Toxische Kollegen und ein neues VW-Flaggschiff

Jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute mit den Vorteilen eines Gesprächs über Fußball, dem Jobmotor Familienunternehmen und einem neuen Star im Reich der Biontech-Investoren.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Rechthaber, Nörgler, Egomanen – anstrengende Kolleginnen oder Kollegen kennt jeder. Wie soll man mit denen umgehen? Dieser ziemlich alltäglichen Frage ist unsere Kollegin Maren Hoffmann nachgegangen – und hat mit Rick Brinkman und Rick Kirschner gesprochen. Die beiden Kommunikationsexperten sind auf toxische Kollegen spezialisiert und haben ein gutes Dutzend Typen unausstehlicher Menschen identifiziert.

"Wir behaupten nicht, dass man Menschen ändern kann. Aber man kann die Art und Weise ändern, wie sie auf einen reagieren", sagen die beiden und empfehlen: "Wenn Sie wissen, wie Sie auf unausstehliche Leute zugehen sollten, können Sie zu den wenigen gehören, die das Beste in diesen Menschen wecken."

Toxische Kollegin? Manche Leute bringen uns auf 180 – oder wir sie. Aber diese Mechanismen kann man durchbrechen, sagen Rick Kirschner und Rick Brinkman.

Toxische Kollegin? Manche Leute bringen uns auf 180 – oder wir sie. Aber diese Mechanismen kann man durchbrechen, sagen Rick Kirschner und Rick Brinkman.

Foto: hsyncoban / Getty Images

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

Noch mit Tarnung: Volkswagen stellt auf der Technikmesse CES in Las Vegas den Prototypen ID.7 vor

Noch mit Tarnung: Volkswagen stellt auf der Technikmesse CES in Las Vegas den Prototypen ID.7 vor

Foto: Ingo Barenschee / dpa-tmn
  • VW stellt ID.7-Prototyp vor: Am morgigen Donnerstag startet in Las Vegas die Elektronik- und Technikmesse CES für das breite Publikum. Im Vorfeld hat Volkswagen verkündet, dass die elektrische ID-Familie im Sommer ein neues Flaggschiff bekommen soll. Der Konzern präsentierte in Las Vegas eine seriennahe Studie für den ID.7. Auch wenn der Prototyp seine endgültige Form noch mit einer in bunten Farben leuchtenden Lackierung kaschiert, ist der eher konventionelle Limousinen-Schnitt bereits gut zu erkennen. Mehr zum ID.7 und zur Frage, was die CES noch bewegt, lesen Sie hier.

  • Familienunternehmen schaffen mehr Jobs als Dax-Konzerne: In den vergangenen zehn Jahren sind bei den 26 größten Familienunternehmen in Deutschland mehr als doppelt so viele Stellen hinzugekommen wie bei den 26 Dax-Konzernen ohne dominante Familie im Hintergrund. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Universität Mannheim. Die meisten Jobs schuf demnach die Schwarz Gruppe. 190.000 Arbeitsplätze entstanden bei dem Konzern, zu dem die Supermarktketten Lidl und Kaufland gehören.

Die HBM-Winterschool: Management-Klassiker zum Jahresstart

  • Wie oft sprechen Ihre Mitarbeiter aus, was sie wirklich denken? Viele Unternehmen haben Diversity in ihre Ziele aufgenommen – und messen Führungskräfte daran. Doch alle Bemühungen scheitern, wenn Manager nicht auch die Kultur angehen. Psychologische Sicherheit ist die wichtigste Führungsaufgabe der Zukunft. Amy Edmondson von der Harvard Business School hat dieses Konzept geprägt, Forscher der Universität St. Gallen legen neue Erkenntnisse vor und zeigen, wie Sicherheit zum Erfolgsfaktor für diverse Teams wird. Hier lesen Sie Teil 3 der Winter School des Harvard Business managers .

Meine Empfehlung für den Abend:

Lieber etwas mit Sinn: Temedica-Gründerin Gloria Seibert bringt die personalisierte Medizin voran

Lieber etwas mit Sinn: Temedica-Gründerin Gloria Seibert bringt die personalisierte Medizin voran

Foto:

Florian Generotzky für manager magazin

  • Der nächste Star im Reich der Biontech-Investoren: Die Liste der Fans von Gloria Seibert ist lang und illuster. Die Biontech-Großaktionäre Thomas und Andreas Strüngmann, deren Aufsichtsratschef Helmut Jeggle, MIG-Fonds-Gründer Michael Motschmann, Ex-Merck-CEO Stefan Oschmann oder McKinsey-Altmeister Herbert Henzler – sie alle unterstützen ihr Start-up Temedica seit 2016. Begeistert hat die Gründerin – damals noch keine 30 Jahre alt – sie mit ihrer Vision einer personalisierten Medizin: Jeder erhält die Therapie, die nicht nur zu seinem Leiden, sondern auch zu seinem Leben passt. Mehr als 40 Millionen Euro hat sie schon für ihre digitale Gesundheitsplattform eingesammelt – und inzwischen eine beeindruckende Kundenliste. Unsere Kollegin Eva Müller hat Seibert getroffen. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Ihr Oliver Hollenstein

PS: Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Wir freuen uns auf Ihre Post unter chefredaktion@manager-magazin.de .

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