Oliver Hollenstein

Der Tag im Überblick So schützen Superreiche ihr Vermögen

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend fassen wir die wichtigsten Wirtschaftsnews des Tages zusammen. Heute geht es um die Anlagestrategien der Superreichen, gefrustete Managerinnen beim Autozulieferer Bosch und die Frage, warum derzeit so viele Menschen ihren Job kündigen.

Viele Anleger sind derzeit ziemlich nervös. Die Verbraucherpreise steigen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, die Notenbanken werden bald die Zinsen erhöhen. Aber reicht das? Und droht womöglich auch noch ein Krieg zwischen Russland und der Ukraine? Dax, Dow Jones und Nasdaq haben jedenfalls die verlustreichste Woche seit März 2020 hinter sich.

Was bedeutet das für die eigenen Anlagen? Unser Kollege Mark Böschen hat sich umgehört bei Menschen, die ihr Geld offenbar besser investieren als der Durchschnitt: bei Deutschlands Reichsten. Die vermögendsten Deutschen sind nämlich auch in der Corona-Krise deutlich reicher geworden .

Einer der erfolgreichen deutschen Clans ist die Frankfurter Bankiersfamilie Metzler. Seit mehr als 300 Jahren hat ihr Vermögen Seuchen, Kriege und Börseneinbrüche überlebt. Elena von Metzler hat uns erklärt, wie das funktioniert. Ihre wichtigste Regel: Ausreichend Aktien halten und im Normalfall nicht verkaufen – auch wenn die Kurse mal um 20, 30 oder 40 Prozent fallen.

Welche Strategien andere Superreiche verfolgen und was man daraus lernen kann, lesen Sie im Text "Das Lehrbuch der Unternehmerclans für unruhige Zeiten" . Der wichtigste Tipp mit Blick auf die aktuelle Lage ist dabei ganz einfach: Ruhe bewahren.

Familienschatz: Elena von Metzler gehören 40 Prozent am Bankhaus Metzler. Ihr Großvater konnte nach 1945 den Neuaufbau aus dem Aktienvermögen der Bank finanzieren.

Familienschatz: Elena von Metzler gehören 40 Prozent am Bankhaus Metzler. Ihr Großvater konnte nach 1945 den Neuaufbau aus dem Aktienvermögen der Bank finanzieren.

Foto:

Evelyn Dragan für manager magazin

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Was uns sonst noch beschäftigt hat:

Nummer eins: Bosch-Geschäftsführerin Filiz Albrecht

Nummer eins: Bosch-Geschäftsführerin Filiz Albrecht

Foto: PR

Meine Empfehlung für den Abend:

  • In den USA kündigen derzeit so viele Menschen wie nie zuvor. The Great Resignation nennen US-Ökonomen den Trend. Und in Deutschland? Eine neue Forsa-Studie im Auftrag des Netzwerks Xing zeigt: 37 Prozent der Erwerbstätigen denken aktuell über einen Jobwechsel nach oder sind bereits aktiv auf Stellensuche. Jeder Vierte, der kündigt, hat noch gar keinen neuen Job. Ein wesentlicher Grund für den Trend: Corona. Für viele Menschen hat die Pandemie die großen Lebensfragen aufgeworfen. Was tun, wenn der Job nicht mehr zum Leben passt? Mit dieser Frage beschäftigt sich in dieser Woche unser Podcast "Team A". Hören Sie doch einmal rein! 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend, Ihr Oliver Hollenstein

PS: Diesen Newsletter können Sie jetzt auch hören. Unseren "Der Tag"-Podcast finden Sie täglich ab 18 Uhr auf manager-magazin.de und überall, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel bei Spotify  und Apple .