Als sich die Aufsichtsräte der Volkswagen AG am 13. Mai treffen, rechnen sie mit einer unspektakulären Sitzung. Es soll um Batteriezellen gehen, den Börsengang der Lkw-Tochter Traton und ein geplantes Werk in Osteuropa. Alles ist vorbesprochen, Streit nicht zu erwarten.

Bis Betriebsratschef Bernd Osterloh (63) das Wort ergreift. Wenn Škoda – wie vorgesehen – die Hoheit über die neue Fabrik bekomme, könnten die Arbeitnehmer nicht zustimmen. In dem Werk solle der VW Passat gebaut werden, VW müsse die Leitung übernehmen.

Škoda, geführt von Porsches früherem Vertriebschef Bernhard Maier (59), hat die kompletten Planungen geleitet, auch Škodas Superb würde hier gefertigt. Daher sollten eigentlich die Tschechen das Werk leiten.

Osterloh setzt sich durch. VW übernimmt das Werk. Es wird wohl in der Türkei gebaut werden, nur noch ein paar Steuerzusagen der Regierung fehlen.

Das Powerplay des Betriebsratsbosses und sein Sieg im Armdrücken stehen für eine größere Verschiebung im Wolfsburger Machtkontinuum.

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