Es war eine bittere Entscheidung, die Werner Michael Bahlsen (70) Mitte Juni traf. Nur wenige Tage vor dem 130-jährigen Jubiläum seines Unternehmens erklärte der Keksfabrikant, es werde keinerlei Festlichkeiten geben. Schuld daran war seine Tochter Verena (26) – sie hatte der "Bild"-Zeitung gesagt, Bahlsen habe die Zwangarbeiter im Zweiten Weltkrieg "genauso bezahlt wie die Deutschen und sie gut behandelt".

Inzwischen hat sich Verena Bahlsen entschuldigt, die Familie will jetzt ihre Nazivergangenheit von einem Historiker aufarbeiten lassen. Was der Öffentlichkeit bisher allerdings verborgen blieb: Die ökonomische Lage der Firma ist so schlecht, dass sich schon deshalb jegliches Feiern verbietet.

In der Geschäftsleitung tobte lange ein Kampf um die überfällige Neuausrichtung des Traditionsbetriebs. Drei Topleute hatten sich für eine Restrukturierung eingesetzt, mittlerweile sind sie aus dem Managementboard ausgeschieden. Einen Sprecher des Gremiums gibt es nicht mehr, seit Werner Michael Bahlsen

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