Joe Kaeser (61) hatte einen Traum. Der Siemens-Chef wollte dem US-Rivalen General Electric nicht nur mit großen Kraftwerken, sondern auch im Geschäft mit Öl- und Gaskonzernen Paroli bieten. 2014 kaufte er für sieben Milliarden Euro den Turbinenspezialisten Dresser-Rand in Houston und eine Rolls-Royce-Sparte, verlagerte den Vorstandssitz des Energiegeschäfts nach Texas und holte dafür eine amerikanische Ölmanagerin namens Lisa Davis (55).

Der schöne Plan ist krachend gescheitert. Stattdessen spaltet Kaeser das Energiegeschäft (Gas + Power, GP) ab und verteilt die Mehrheit bis September 2020 inklusive des 59-Prozent-Anteils am Windanlagenbauer Siemens Gamesa an die Siemens-Aktionäre.

Das Plazet der Arbeitnehmer für Ausgliederung und Listing des neuen Siemens Powerhouse gewann er mit der Drohung, sonst werde er die Sparte aushungern. Vornehmer formuliert, Originalton Kaeser: Das Geschäft sei bei hohem Risiko kapitalintensiv und müsse sich deshalb "im konzerninternen Wettbewerb um Ressourcen oft hinten anstellen".

An diesem Dienstag kündigte Statthalterin Davis an, zusätzlich zu den bereits angekündigten 6000 Stellen im Kraftwerksbau weitere 2700 Stellen zu streichen, 1400 davon in Deutschland. 500 Millionen Euro sollen so gespart werden, um angesichts sinkender Margen und fehlender Großaufträge "unser Geschäft besser zu sichern".

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