Siemens-Chef Joe Kaeser (62) hat über Jahrzehnte eine überlebensnotwendige Managementkunst zur Meisterschaft gebracht: Wenn es brenzlig wird, sind andere schuld. Als in der ersten Hälfte der 2000er Jahre Siemens' Mobilfunksparte vor die Hunde ging, stieg deren Finanzchef Kaeser erst zum Strategiechef und dann zum Konzern-CFO auf. Als 2006 Siemens' großer Schmiergeldskandal aufflog, wurden in der Sparte Hunderte Millionen Euro in schwarzen Kassen entdeckt. Kaesers Ruf als bestens vernetzter, akribischer Finanzer tat dies keinen Abbruch.

Auch als Vorstandschef versucht er sich zu schützen, wie die Krise um das Kohlebergwerksprojekt des indischen Industriekonzerns Adani in Australien zeigte. Seit Wochen treiben die Klimaschützer um Fridays for Future den Konzern vor sich her, der die Signaltechnik für die Bahnstrecke liefert. Zur Hauptversammlung am 5. Februar sollen sogar Geschädigte der australischen Buschfeuer nach München einfliegen.

Kaeser vermittelte den Eindruck, er habe erst nach Vertragsunterschrift

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