Ihre Beziehung war immer etwas Besonderes. Für Susanne Klatten (57) war die Beteiligung am Wiesbadener Technologiekonzern SGL Carbon stets mehr als nur der Versuch, ihr Milliardenvermögen sinnvoll anzulegen. SGL, das war von Anfang an auch etwas Persönliches.

Nie zuvor hatte ein Mitglied der Quandt-Familie den Auf­sichts­rat einer Be­tei­li­gung an­ge­führt, meist be­gnügte sich die Sippe mit dem Vi­z­e­pos­ten. Sie hin­ge­gen, die Quandt-Tochter, hat bei SGL den Chef­kon­trol­leurs­job ge­wollt, nachdem sie 2009 eingestiegen war und ihren Anteil über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion auf rund 28 Prozent ausgebaut hatte. Sie wollte gestalten, umbauen, selbst Unternehmerin sein – und nicht mehr bloß Quandt-Nachfahrin und BMW-Erbin.

„Anfangs war ich vor jeder Aufsichtsratssitzung und Hauptversammlung extrem nervös. Das war Neuland für mich, ich wusste nicht, ob ich das beherrsche“, erzählte sie im Juni dem manager magazin über die Bedeutung von SGL in ihrem Leben. „Für mich war es so etwas wie eine Diplomarbeit. Ich wollte mir auch selbst etwas beweisen.“

Klatten hat viel Kraft und Kapital in das Unternehmen investiert. Und zuletzt sah es so aus, als wenn sie die selbst gestellte Aufgabe bestanden hätte. Klatten hatte sich im Laufe der Jahre gegen man­nig­fal­tige und ma­cho­hafte In­tri­gen durch­ge­setzt, intern wie extern. Das Unternehmen schien den ewigen Zyklus der Schreckensmeldungen durchbrochen zu haben, die Idee einer von oben gesteuerten Rundumsanierung schien geglückt, Klatten selbst als Unternehmerin auf dem richtigen Weg. 

Doch seit dieser Woche ist alles anders. 

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