Als die 230 Partner der Unternehmensberatung Roland Berger am 7. Juni ihren bisherigen Chef ("mit heutiger Wirkung") verloren, vermittelten die Consultants den Eindruck von Reibungslosigkeit ("Abstimmung mit dem Aufsichtsrat") und reiflicher Überlegung. Auch der Abgänger selbst, der Franzose Charles-Edouard Bouée (50), ließ seinen Rückzug als gut abgehangenen Teil seiner Lebensplanung erscheinen. Nach 18 Jahren Berger wolle er seine Erfahrung und sein Netzwerk "für neue Herausforderungen" nutzen.

Klingt gut. Das Schiedlich-Friedliche ist indes nur die nette übliche Sprachmelodie zum Abschied, in Wahrheit hat der Exit tiefer liegende Gründe. Der Vorstandschef und die Partner haben sich auseinandergelebt, von "schleichender Entfremdung" ist intern vielfach die Rede. Hinzu kam ein Vorfall, der in der Grauzone der Compliance spielte.

Bouée hatte sich an einem Fonds beteiligt, der in das Geschäftsfeld künstliche Intelligenz investierte. So weit kein Problem, Geldanlage ist schließlich Privatsache.

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