Am Ende war Karstadt-Eigentümer René Benko (41) selbst überrascht, wie reibungslos alles gegangen war. Wie schnell er die lange ersehnte Herrschaft über den Karstadt-Konkurrenten Galeria Kaufhof bekommen hatte. Und wie konsequent er deren Zusammenschluss zur Deutschen Warenhaus AG verwirklichen kann.

Niemand konnte ihn stoppen: Weder Olaf Koch (48), jener Chef der früheren Kaufhof-Eigentümerin Metro AG, der sich zweimal geweigert hatte, an Benko zu verkaufen; noch Richard Baker (53), Chairman des kanadischen Handelskonzerns Hudson's Bay Company (HBC), der Kaufhof 2015 von Metro erwarb, die Firma fast in die Insolvenz trieb, aber lange zu borniert war, sein Scheitern einzugestehen und schließlich an Benko übergeben musste.

Anfang September hatten die beiden ungleichen Herren mit den Initialen RB, der divenhafte Richard Baker und der unprätentiöse René Benko, den Kaufvertrag unterzeichnet. Im November gab auch Kartellamtschef Andreas Mundt (58) seine Zustimmung. Seitdem dürfen Benko und seine Karstadt-Mannschaft endlich die Kaufhof-Zentrale betreten. Sofort legten sie los. Und wie.

Der Masterplan für das historische Projekt liegt seit Langem in der Schublade. Filialen, Sortiment, Positionierung, Kostenrahmen – seinen Handlungsleitfaden hat Benko in wichtigen Punkten längst ausformuliert.

Nun wird er abgearbeitet. Gerüchte über einen Abbau von 5000 der 32.000 Arbeitsplätze entpuppten sich als übertrieben, insgesamt sollen jedoch 2600 Stellen wegfallen. Diese Größenordnung hängt weniger damit zusammen, dass es zu viele Kaufhof- und Karstadt-Häuser gäbe, 243 sind es europaweit und sollen es auch bleiben. Das neue Management will aber Millionen bei den Kosten einsparen.

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