Manchmal sind juristische Auseinandersetzungen augenscheinlich so kompliziert, dass Anwälte ihre Termintreue vergessen. Wie im Fall der Kartellbeschwerde des deutschen Müllmarktführers Remondis. Das Bundeskartellamt hatte Mitte 2019 dem zum Imperium des westfälischen Rethmann-Clans gehörenden Unternehmen verboten, das Recyclingsystem DSD zu übernehmen. Remondis zog vor das Oberlandesgericht Düsseldorf. Das wollte am 5. Februar verhandeln. Doch weil Schriftsätze nicht rechtzeitig vorlagen, hat der Kartellsenat die Beteiligten nun für den 18. März einbestellt.

Ausgerechnet ein ökonomischer Fehlschlag dient den Remondis-Advokaten als Argumentationshilfe. Der wichtige Kunde Aldi war abgesprungen, der Marktanteil des DSD demzufolge deutlich gesunken und der Zusammenschluss aus Remondis-Sicht mithin: kein Problem.

Sollten die Düsseldorfer Richter die Fusion der Müllgiganten trotzdem verbieten, will sich der Konzern nur kurz schütteln. Remondis-Chef Ludger Rethmann (53) bastelt nach Brancheninformationen

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