Nicht dass William White Bekanntheit nötig gehabt hätte. Als Ökonom hatte er in Leitungspositionen bei verschiedenen internationalen Banken gearbeitet. 1994 war er Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich geworden, der Bank der Notenbanken, ein Vatikan der Finanzen. Eine Position, in der man es nicht unbedingt zu Bekanntheit bringt, wohl aber zu Reputation. Und doch kam White in den Jahren nach dem Finanzcrash 2008 zu Ruhm – als "der Mann, auf den niemand hören wollte". 

Wiederholt hatte White den amerikanischen Federal-Reserve-Chef Alan Greenspan vor den Folgen der Billiggeldpolitik gewarnt, den drohenden Zusammenbruch der Wirtschaft skizziert. Doch im Innern jeder Blase sieht die Blase wie ein Boom aus. Wer da den beständigen Mahner gibt, wird meist als langweiliger Nörgler verlacht. "Alles geht kaputt, wir müssen dringend etwas ändern" war noch nie eine Geschichte, die Veränderung inspirierte. Je drängender sie vorgetragen wird, desto eher wird sie als Hysterie wahrgenommen.

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