Die Verträge waren ausgehandelt, die Erschließungsarbeiten hatten bereits begonnen. Die Otto-Gruppe wollte in Gießen für über 300 Millionen Euro ein 90.000 Quadratmeter großes Paketverteilzentrum errichten und bis zu 1800 Jobs schaffen.

Doch daraus wird nichts. Anfang April sagte der Versender das Projekt ab, angeblich wegen ungeplanter Mehrkosten. Tatsächlich steckt hinter dem Rückzug ein weiterer Grund: Otto kann sich die Investition nicht leisten, der Konzern ist ausgezehrt – und das nicht etwa wegen der Corona-Krise.

Während der gigantische Rivale Amazon seine Stärke weiter ausspielt und deutlich zweistellig wächst, muss sich Deutschlands größter Onlinehändler im laufenden Jahr wohl mit einem Nullwachstum begnügen. Otto verliert den Anschluss.

Dabei war CEO Alexander Birken (55) vor gut drei Jahren angetreten, Otto wieder schnell und stark zu machen. Er wollte etwa die hohe Verschuldung senken und den komplexen Konzern auf wenige Einzelfirmen fokussieren. Töchter wie das Start-up About

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