manager magazin: Herr Liu, ein Maler dürfe nicht zu viel Bedeutung in ein Bild packen, haben Sie einmal gesagt. Dennoch wählen Sie immer wieder komplexe gesellschaftliche Themen wie den Bau des Drei-Schluchten-Staudamms in China, die Wanderarbeiter dort oder die Flüchtlingskrise in Europa für ihre Freiluftmalerei. Wie passt das zusammen?

Liu Xiaodong: Das Thema darf groß sein – aber das Bild muss einfach sein. Der Bau des Drei-Schluchten-Staudamms in China war ein sehr großes gesellschaftliches Thema. Zu viel ist bei der Darstellung nicht gut. Male einfach, wie die Leute aussehen. Die tiefere Bedeutung denkt sich schon der Betrachter.

Bei der Flüchtlingskrise denken viele gleich an das Foto des Jungen, der tot am Strand liegt. Einige finden, dass dieses Foto die Menschenwürde des Jungen verletzt. Ai Weiwei hat dieses Bild genutzt und ist dafür teils kritisiert worden. Wie gehen Sie mit diesem Problem um, wenn Sie Menschen malen, denen Schlimmes widerfahren ist?

Zunächst einmal ist ein Gemälde

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