Jörg Rocholl ist Präsident der Wirtschaftshochschule ESMT Berlin. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium.

Schöpferische Zerstörung. Ich hörte den Begriff zum ersten Mal, als ich mein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Witten/Herdecke im Jahr 1995 begann. Was sich zunächst widersprüchlich anhörte, offenbarte sich bei näherer Betrachtung als eine höchst relevante Erkenntnis. Der Prozess der schöpferischen Zerstörung, so schrieb der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter, sei "das für den Kapitalismus wesentliche Faktum": Unternehmen setzen Innovationen am Markt durch, treten damit in Konkurrenz zu Anbietern bestehender Güter und Dienstleistungen und verdrängen diese schließlich. Dieser Prozess erfolgt nicht regelmäßig, sondern "in unsteten Stößen, die voneinander durch Spannen verhältnismäßiger Ruhe getrennt sind".

In den vergangenen 40 Jahren gab es einige dieser Stöße. Gerade erleben wir eine besonders heftige Erschütterung, ausgelöst durch die Digitalisierung: Geschäftsmodelle, die über Jahrzehnte gut funktionierten, geraten ins Wanken. Etablierte Unternehmen müssen sich schnell und deutlich verändern, um gegen neue Konkurrenten bestehen zu können. Aber nicht alle diese Stöße haben nachhaltige Auswirkungen auf die Wirtschaft. Einige von ihnen kommen und gehen wie Modetrends. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Modelle und Theorien geben, die das wirtschaftliche Denken und Handeln der vergangenen vier Jahrzehnte geprägt haben. Ich wage auch einen Ausblick auf die Zukunft.

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