Es werde "nicht mehr systemisch diskutiert", klagt der Juso-Chef Kevin Kühnert. Seinen jüngsten Vorstoß zur "Überwindung des Kapitalismus" haben viele begeistert aufgegriffen. Der Rebell treffe einen Nerv, lautet der Medientenor.

Ökonomisch gehen die Kühnert-Thesen freilich weit daneben: Die demokratisch gelenkte Wirtschaft, die der Juso-Chef fordert, ist ja in Wahrheit längst Realität. Dass die Politik damit nicht das macht, was der Jungsozialist gern hätte, ist keine Frage des Systems. Es liegt einfach daran, dass er nicht die Mehrheit hat.

Den ungebändigten Kapitalismus, den Karl Marx einst angriff, gibt es in Europa schon lange nicht mehr: Staatsausgaben erreichen rund die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts, Eigentumsrechte und Vertragsfreiheit sind eingeschränkt. Dass ein solcher Wandel auch in der Wirtschaftslogik selbst angelegt ist, haben manche schon vor Jahrzehnten prophezeit.

Sogar Joseph Schumpeter, der Ökonom, der den Prozess der "kreativen Zerstörung" als einzigartige Wohlstandsmaschine

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