"Hallo, Tom, vielen Dank für dein Kommen, setz dich doch bitte. Tom, wir haben dich zum Gespräch gebeten, um dich über die aktuelle Situation zu informieren. Du kennst die bestehenden Herausforderungen und die Zielvorgaben für unser Unternehmen. Auch in meinem Verantwortungsbereich werden wir die Strukturen im Rahmen von MOVE verändern..." (Vorschlag für den Beginn eines Trennungsgesprächs, Daimler, internes Seminar April 2020)

Wer als Daimler-Mitarbeiter in den kommenden Monaten zu einem "Personalgespräch" gebeten wird, wer dann auch noch von seinem Abteilungsleiter gemeinsam mit einem Vertreter der Personalabteilung erwartet und so ähnlich begrüßt wird, der darf sich sicher sein: Er ist nicht mehr erwünscht.

Der krisengeschüttelte Autokonzern will mehr als 10.000 Stellen streichen, das haben hochrangige Manager mehrfach bestätigt. Bis 2022 sollten die Personalkosten um 1,4 Milliarden Euro gesenkt werden, hieß es bereits vor Beginn der Corona-Krise, jede zehnte Managementstelle weltweit soll wegfallen. Es geht um Jobs bei Mercedes-Benz und in der Van-Sparte genau so wie bei den Trucks und in der Verwaltung. In der Produktion könnten zunächst Bereiche wie die Logistik betroffen sein, nicht die Arbeiter am Band.

Die ersten Gespräche mit Mitarbeitern laufen bereits. Ab Juni soll das Abbauprogramm dann "in der Fläche" ausgerollt werden; das geht aus Dokumenten hervor, die manager magazin vorliegen – und mit denen Personalvorstand Wilfried Porth (61) das Management in Seminaren auf die Trennungsgespräche vorbereitet.

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